"Der Apfel fällt nicht weit vom Stamm", heißt ein altes Sprichwort. Diese Aussage trifft auf die Familie Piechaczek in Königsberg voll und ganz zu. Denn in dieser ist Vater Dieter nicht nur Erster Schützenmeister der Schützengesellschaft Königsberg und zugleich ein guter Schütze, seine beiden Söhne Daniel und Tobias zeichneten sich schon des öfteren als ausgezeichnete Luftpistolenschützen aus. Besonders erfolgreich war dabei Tobias Piechaczek, der in diesem Jahr zusammen mit dem SV Vöhringen, für den er auf höchster Ebene in Deutschland antritt, wieder den deutschen Meistertitel errangen.

Vor zehn Jahren hatte er seinen ersten Auftritt bei den nationalen Meisterschaften in München-Hochbrück auf der Olympia-Schießanlage. Seither hat er etliche Einzel- wie auch Mannschaftstitel gewonnen. Dieses Mal startete er in der Disziplin Luftpistole und hielt mit den Besten in Deutschland mit.
Am Ende der 60-Schuss-Serie lag Tobias Piechaczek mit 573 Ringen auf dem neunten Platz, ringgleich mit dem Sechsten und Siebten, die sich für das Finale qualifizierten. Die ersten acht machten in einer eigenen Finalserie den deutschen Meister unter sich aus. Ärgerlich für Piechaczek war, dass er mit einer 9,9 den Wettkampf beendete. Das sind 0,25 Millimeter, die zum Finaleinzug fehlten.

Mit einem Ring Vorsprung zum Titel

Am nächsten Tag hatte er in der Disziplin Freie Pistole, die auf der 50-Meter-Bahn geschossen wird, nochmals eine Chance, sich vorne zu platzieren. Der Wettkampf verlief jedoch nicht optimal, und am Schluss standen für den Königsberger 533 Ringe zu Buche. Die Hoffnung auf den Mannschaftsmeistertitel war jedoch noch nicht vorbei. Piechaczeks Mannschaftskollegen Heilgemeier und Grimm erzielten gute 549 und 539 Ringe. In der Summe hatten die drei jungen Burschen, die für den SV Pfeil Vöhringen starteten, die Nase vorn und wurden mit 1621 Ringen, einen Ring vor der HSG München, deutscher Mannschaftsmeister. Sie verteidigten somit ihren Titel vom Vorjahr.

Tobias' Schwester Miriam nahm in diesem Jahr zum ersten Mal an den Titelkämpfen teil und erreichte ein starkes Ergebnis. Miriam schießt erst seit einem dreiviertel Jahr und wird von ihrem Bruder Tobias sowie den Jugendtrainern des Bezirks Unterfranken trainiert. In der Disziplin Luftpistole Jugend weiblich setzte sie in München das um, was sie gelernt hat. Ihre Zehner-Serien mit 89, 86, 89 und 91 Ringen führten zum ansprechenden Gesamtergebnis von 355 Ringen und dem 13. Rang. Miriam Piechaczek und ihre mitgereisten Angehörigen freuten sich sehr über diesen Erfolg. Auf ihre Weiterentwicklung darf man gespannt sein. Der Bezirk Unterfranken freut sich auf die Förderung der talentierten Jungschützin.