Der nicht nur äußerst tiefe, sondern auch holprige Rasen im Sander Seestadion ließ kein gutes Spiel zu. Damit ist auch so mancher Fehler zu entschuldigen, den die Akteure beider Mannschaften ungewollt machten. Mehr vom Spiel hatten die Gastgeber, die über die gesamte Spielzeit gesehen geschätzte 80 Prozent Ballbesitz hatten. Die SpVgg Stegaurach stand dagegen gut in der von Oliver Riley organisierte Abwehr und machte durch seine clevere, stark defensive Spielanlage mit acht Abwehrspielern vor dem eigenen Strafraum die Räume für die Heimelf sehr eng.

Als die Stegauracher in der 11. Spielminute zum ersten Mal in den Sander Strafraum kamen, gingen sie auch gleich mit 0:1 in Führung. Christian Rosenberger hatte sich bis zur Grundlinie durchgespielt. Seine hohe Eingabe wurde vom Heim-Torhüter Dominik Biemer unterschätzt und das Leder fiel im langen Eck ins Sander Tor.
Der als Torschütze durchgegebene Christian Knorz war, wenn überhaupt, nur noch mit den Haarspitzen am Ball.

Die Sander spielten weiter gut zusammen, aber der letzte Druck auf das Gästetor fehlte. An Chancen mangelte es den Hausherren trotzdem nicht, doch erst ein der 34. Minute konnte Daniel Rinbergas zum 1:1 ausgleichen. Sein Freistoß aus etwa 22-Meter wurde von einen Stegauracher ins eigene Netz abgefälscht.

Nach dem Ausgleich schlichen sich in der Gästeabwehr einige Unsicherheiten ein. Die Gäste hatten Glück, dass Daniel Rinbergas einen schönen Heber auf die Oberseite des Tornetzes zirkelte (35. Min.) und dass im Anschluss an eine Ecke die Gästespieler zunächst den Schuss von Dominik Barth und gleich anschließend den Kopfball von Andre Karmann gerade noch von der Torlinie kratzten.

Als in der 47. Minute Matthias Hoff drei Gegenspieler aussteigen ließ und nach innen flankte, köpfte Oliver Riley beim Missverständnis mit seinem eigenen Torhüter Dominik Neblicht zur Sander 2:1-Führung ins eigene Netz. Damit war nach Meinung vieler Zuschauer der Weg frei für einen Sander Sieg.

Doch die heimischen Spieler stellten nach dieser Führung, warum auch immer, das Fußballspielen ein. Das machte den Gästen Mut, die nun mit Kontern immer gefährlicher vor das Heimtor auftauchten. Trotzdem war der 2:2-Ausgleich überraschend, auch wenn er ein wunderschöner Treffer war. Bernd Oberst hatte mit einem strammen 35-Meter-Freistoß unhaltbar für Biemer genau in den oberen Torwinkel getroffen.

Die kampfstarken Gäste hatten danach streckenweise sogar mehr vom Spiel, auch wenn die Hausherren zum Schluss der Begegnung noch ein paar gute Chancen hatten. Doch erneut wurde das Leder vom Stegauracher Dominik Stöcklein von der Linie geschlagen (86.) und nach einem Pressschlag und dem anschließenden Kopfball von Florian Gundelsheimer rettete Dominik Neblicht mit einer Glanzparade den Stegaurachern den auf Grund der zweiten Halbzeit verdienten Punkt.