In die Erfolgsspur zurück möchten die "Hawks" des ESC Haßfurt (1. Platz / 36 Punkte), wenn sie am Sonntag (18.30 Uhr) in der Eishockey-Landesliga Gruppe 1 bei ihrem einzigen Wochenendspiel die "Devils" des VfE Ulm-/Neu-Ulm (9./16) empfangen. Die erste und sehr deutliche Auswärtsniederlage beim EHC Königsbrunn ist laut ESC-Trainer Martin Reichert "abgehakt. Wir wollen jetzt unbedingt wieder drei Punkte einfahren - ohne wenn und aber."

Zumindest vom Papier her dürfte die letzte Hausaufgabe vor Weihnachten eine durchaus lösbare werden, schließlich haben die Haßfurter, die nach 15 Spieltagen in der Landesliga Gruppe 1 an der Tabellenspitze stehen, bereits 20 Punkte mehr als die Gäste. Das Thema Aufstiegsrunde scheint für Ulm/Neu-Ulm ebenso vorzeitig erledigt, denn an eine erfolgreiche Aufholjagd glaubt nach bereits zehn Niederlagen und dem Abschneiden in den letzten Wochen wohl keiner mehr.


Große Veränderungen beim Gegner

Im Gegensatz zum knappen 4:3-Erfolg der "Hawks" im ersten Aufeinandertreffen hat sich der Kader der Donaustädter stark verändert. Mit Robert Linke (33) steht ein neuer Trainer an der Bande, was allerdings nicht bei allen im Lager der "Devils" auf Gegenliebe gestoßen ist, denn gleich mehrere Spieler haben seit der Entlassung von Vorgänger Martin Valenti den Verein verlassen. Seitdem Linke am Ruder ist, gab es in fünf Partien - allerdings jeweils mit einem stark verkleinerten Kader - lediglich einen Sieg zu Hause gegen den VER Selb 1b (5:3). Neue Besen kehren demnach nicht immer gut.
"Wir werden sehen, mit welcher Mannschaft und mit wie vielen, auch neuen Spielern Ulm bei uns antritt. Ich rechne zwar mit einem Sieg für uns, doch den gibt es auch diesmal sicher nicht im Vorbeigehen", warnt Reichert vor Überheblichkeit.

Er ist der festen Überzeugung, dass trotz des aktuellen Vorsprungs von zehn Punkten auf Platz 6 "weiterhin alles offen ist" bezüglich der Vergabe der fünf Aufstiegsrundenplätze. Denn für die "Hawks" sind noch 21 Punkte zu vergeben. "Es schaut gut aus, keine Frage. Aber wir sind noch längst nicht am Ziel. Nach dem Spiel gegen Ulm will ich diesem wieder ein Stück näher sein", betont Reichert.
Der in Königsbrunn erkrankt fehlende Max Hildenbrand wird aller Voraussicht nach wieder spielen können. Im Gegensatz zu Pascal Marx und auch Jakub Sramek, die ihre Hand- beziehungsweise Rippenverletzungen noch nicht auskuriert haben. Unterdessen befindet sich der vor einigen Wochen schwer am Rücken verletzte Petr Krepelka weiterhin in der Rehabilitation. Martin Reichert wird den 22-Jährigen demnächst wieder besuchen.