Zu den erfolgreichsten Schulsportmannschaften aus Bayern gehören auch zwei aus dem Landkreis Haßberge. Die Mittelschulen in Ebern und Zeil/Sand können mit Schwimmern aufwarten, die der Jugend aus anderen Bundesländern im letzten Schuljahr mindestens um eine Nasenspitze voraus waren. Dafür wurden sie jetzt von Kultus- und Sportstaatssekretär Bernd Sibler in München empfangen und geehrt.

Cool, einmal Bundessieger bei "Jugend trainiert für Olympia" zu werden, einem Wettbewerb, zu dem bundesweit alljährlich Schulmannschaften in 17 Sportarten antreten. 800 000 Schüler aus 16 Bundesländern. Wer bei diesem Wettbewerb siegt, kann sich wie ein Deutscher Meister fühlen. Deutscher Schulmeister zumindest.
Doch was, wenn eine Mannschaft in einer Sportart oder einem Bereich besonders gut ist, in dem es bei "Jugend trainiert für Olympia" kein Bundesfinale gibt? Eigentlich ungerecht - aber nicht hoffnungslos. Zum Glück gibt es nämlich andere Wettbewerbe, wie beispielsweise den "Rhein-Main-Donau-Schulcup", der im Geräteturnen und im Schwimmen für Schulmannschaften aus Baden-Württemberg, Rheinland-Pfalz und Bayern ausgetragen wird.

Hier kommen Schüler in jenen Wettkampfklassen zum Zug, in denen "Jugend trainiert für Olympia" kein Bundesfinale (mehr) anbietet.

Beispielsweise die Schwimmer der Wettkampfklassen III (Jahrgang 1996 und jünger), in denen die Jungen der Mittelschule aus Sand und Zeil und die Mädchen aus Ebern besonders leistungsstarke Teams stellen. Das hatten beide Schulen bei etlichen Wettbewerben bewiesen, in denen sie sich bis über die bayerischen Titelkämpfe hinaus immer wieder für die nächste Wettkampfrunde qualifizierten.

Die letzte Station

So war der "Rhein-Main-Donau-Schulcup", der diesmal in Koblenz (Rheinland Pfalz) stattfand, also das höchste Finale, das die Schulsportler in ihrem Bereichen erreichen konnten. Und beide Teams standen am Ende ganz oben auf dem Treppchen. Die Eberner Mädchen, die Lehrerin Christel Lachmann zu dieser tollen Leistung gebracht hatte, waren Linda Badstübner, Christin Gegner, Lisa-Marie Borst, Sarah Popp, Yvonne Wüstenberg, Sofia Bendel Leonie Hagel, Andrea Weiß, Anna-Lena Bayersdorfer und Diana Ponomarew. Für die Mittelschule aus dem Maintal gingen Leon Niebling, Jannik Scholl, Tobias Geheb, Michael Fiedler, Sven Haderlein, Lukas Zeller, Pascal Götz, Marvin Arleth und Maximilian Frank an den Start. Lehrer Alfred Junker hatte das Team trainiert.

Spitze in Bayern

Beide Mannschaften und dazu 24 aus anderen Regionen Bayerns, die sich bei anderen Wettbewerben, hervorgetan hatten, waren am Montag nach München eingeladen. Die Spanne reichte von Gewinnern der Schul-Weltmeisterschaft der ISF (International School Sport Federation, über Paralympics-Sieger bei "Jugend trainiert für Olympia" bis zu Spitzenteams im Sportabzeichen-Schulwettbewerb.

Staatssekretär Sibler würdigte all die Siegerteams als "erfolgreiche Botschafter des bayerischen Schulsports". Teamgeist, Bewegungsfreude und Leistungsbereitschaft machten die Schulsportwettbewerbe aus, sagte der Staatssekretär und hängte den Schülern Medaillen um. Stolz wie die jungen Sportler war auch Schulleiter Norbert Sandler, der seine Jungs nach München begleitet hatte.

Philipp Arnold, Chef der Mittelschule Ebern, sandte seinen Konrektor Toni Binder - und ein begeistertes Grußwort: "Unsere Schwimmerinnen sind einfach eine Wucht! So eine Leistung über mehrere Jahre zu bringen und wiederholen zu können ist nicht alltäglich. Die Schule ist stolz auf ihr Schwimmerinnen-Team und die Trainerin, die das alles so wunderbar koordiniert hat."