Wenn Rebecca Pötzsch fährt, drehen sich die Männer nicht nur nach der attraktiven 25-Jährigen aus Knetzgau um. Bewundernde Blicke erntet ihr Auto - ein vier Jahre alter Polo 6R, aus dem sie einem Hingucker gemacht hat.

Die Kinderpflegerin hat sich vor eineinhalb Jahren einen ganz normalen Standard-Polo "ohne viel Schnick Schnack" gekauft. Er war zuvor Dienstauto eines Müsli-Konzerns. Heute ist er nicht mehr wiederzuerkennen.
"Seit meiner Jugend interessiere ich mich für Autos und lese schon lange Tuning-Zeitschriften, in denen diverse Fahrzeuge der Marke VW ‚aufgemotzt' werden. Dadurch stieg meine Leidenschaft zu Autos immer mehr. Irgendwann wollte ich selbst mal so ein tolles Auto fahren, was nicht jeder hat."

Die wundersame Verwandlung ihres Polo begann. Als erstes kam das Fahrwerk, "damit das Auto eine schöne Tiefe und ein gutes Fahrverhalten" hat. Dann folgten die Spoiler R-Line. "Das brachte dem Ganzen noch etwas mehr sportliche Optik." Moderne Alufelgen durften nicht fehlen. Damit die Felgen samt "Schlappen" Platz im Radkasten haben und das Auto lenkbar bleibt, bekam der Polo glaserfaserverstärke Kotflügel (GFK) - pro Seite 2,4 Zentimeter breiter. Der krönende Abschluss: Rebecca Pötzsch entschloss sich für komplette Folierung. "Bronze Matt Metallic."

Tatkräftig unterstützt hat sie ihr alter Klassenkamerad Sergej Würfel, der sich beruflich darauf spezialisiert hat. Auf der Motorhaube entstand noch das R-Line-Logo als 3D-Effekt. Schließlich hat sie noch Kühlergrill und äußeren Plastikteile in Schwarz-Glanz lackiert. "Das wertet den Polo optisch nochmals auf und dient zudem auch als Lackschutz", freut sie sich über den gelungenen Aufwand.

Innen vom Feinsten

Auch innen hat sich viel verändert. Aus dem Standard-Lenkrad wurde ein Multifunktions-Lederlenkrad, die Sitze nahm eine Sattlerei in die Kur, und sämtliche Plastikteile sind in der Wagenfarbe lackiert. Dachhimmel sowie Seitenverkleidungen sind mit Alcantara bezogen. Für den richtigen Sound sorgt ein neues Radio. Und auch Koffer- sowie der Motorraum passen farblich zum Cassis. Mit dem Gesamtergebnis ist Beccy "sehr zufrieden. Mittlerweile ist der Polo so, wie ich ihn mir vorgestellt habe und so soll er auch bleiben."

Für ihre Leidenschaft hat sie viel Geld investiert. "Darüber spricht man ja bekanntlich nicht", meint Rebecca Pötzsch und schmunzelt. "Aber es ist schon einiges - es ist nun mal ein kostspieliges Hobby."

Das gut überlegt ist. "Die Frage war, kann ich es umsetzen oder nicht." Ein Werk vieler Monate. Nicht zuletzt spricht der TÜV ein Wörtchen mit.

Die Knetzgauerin ist präsent auf Tuning-Treffen. Da zeigt man seinen Schatz und begutachtet andere. Weil Rebecca Pötzsch auch auf Facebook präsent ist, hat sie hier und über Email schon Anfragen erhalten, ob sie ihren Polo nicht ausstellen mag. "Sehr stolz" ist sie, dass sie vom 1. bis 4. Mai auf der "Tuning World Bodensee" vertreten ist. Gatte Sebastian und Sohn Santino sind natürlich dabei.