Ist das ein Vertrauensbeweis? Erst wurden drei Gegenkandidaten benannt, die aber allesamt ihre Bereitschaft verweigerten, dann stimmten 15 von 28 Wahlberechtigen für Josef Kees. Er wird somit auch für die nächsten sechs Jahren den Eberner Ortsteil im Stadtrat vertreten.

Bei der Bürgerversammlung am Mittwochabend im Gemeindehaus gab es sieben Nein-Stimmen, vier Enthaltungen und je eine für Ludwig Schönmann und Manfred Burkert, die ebenso wie Bastian Reuter zu den Vorschlägen gezählt hatten.

39 der 66 Stimmberechtigten im Dorf hatten die Ortssprecherwahl per Unterschrift gewünscht. "Es macht Sinn, wenn jeder Stadtteil einen Vertreter entsendet", befand Bürgermeister Jürgen Hennemann (SPD).

Nach seiner Wiederwahl versicherte Kees, dass er sich weiterhin für die Belange aller Neuseser einsetzen wolle. Erste Priorität habe für ihn die Hochwassergefahr. "Jeder kennt das Problem.
Aber es geht nicht voran." - Das soll ein Ende haben. Bürgermeister Hennemann weiß nach eigener Aussage, dass das Verfahren schon längere Zeit läuft, und will sich schnellstmöglich über den Sachstand kundig machen, um "eine Lösung hinzubekommen".

Bei 35 Grad im Schatten brannte Hans Rambacher ein anderes Problem auf den Nägeln: der Winterdienst. "Unter Feulner wurde geräumt, unter Herrmann nicht mehr", schimpfte ein Bürger. Der nächste Bürgermeister in der Reihenfolge verteidigte seine Vorgänger: "Wir haben ein Räumkonzept. Bei viel Schnee kommen wir eben nicht rum und müssen Prioritäten setzen. Aber wenn viel Schnee liegt, kommt der Schieber sicher - wenn auch später am Tag."

Kein Radweg bis nach Haßfurt?

Nachgefragt wurde auch der aktuelle Stand zum Bau eines Radweges nach Jesserndorf? Dazu der Bürgermeister: "Es gibt auch eine Förderung für Radwege, die nicht direkt an einer Staatsstraße verlaufen, nicht aber für Zickzack-Kurse." Deswegen sichte man aktuell mögliche Trassen und strebe in den nächsten Wochen auch Gespräche mit Grundstückseigentümern an, um vorbereitet zu sein, wenn eine Förderung käme."Ob's über Jesserndorf hinausgeht, wage ich zu bezweifeln, weil der Landkreis einen Radweg über Salmsdorf nach Gerach plant. Da kommt kein zweiter Radweg dazu, der noch dazu über den höchsten Punkt führen würde. Wer fährt denn mit dem Fahrrad von Ebern aus über Jesserndorf nach Haßfurt?"

In diesem Zusammenhang wurde auch der schlechte Zustand des "Ochsenweges" zwischen Unterpreppach und Vorbach angesprochen. Hennemann gestand ein: "Wir haben viele schlechte Straßen und brauchen ein Sanierungsprogramm."