Ein Millionenprojekt sprach der Thereser Bürgermeister Matthias Schneider (CSU bei der Bürgerversammlung in Obertheres an: den Bau einer Sporthalle und eines Dorfgemeinschaftshauses in Obertheres, der mit rund 2,7 Millionen Euro veranschlagt ist. Er informierte die Bürger über das größte Projekt der Gemeinde seit langem und freute sich, dass der "Club der 12 Geheimen", der Feuerwehrverein, der Gartenbauverein, der Gesangverein, der Musikverein, die Naturfreunde, der OCV, der TV sowie die Volkstanz- und Trachtengruppe eine Vereinsgemeinschaft gebildet haben, um den Betrieb des Sport- und Gemeinschaftshauses zu übernehmen und künftig gemeinsam die traditionelle Kiliani-Kirchweih auszurichten. "Ein dickes Lob an diese Vereine, die an einem Strang ziehen", so Schneider, der mit einer Fertigstellung des Baus Ende 2019 rechnet. Ein Thema beschäftigt zumindest einen Teil der älteren Bürger in Obertheres besonders: "Wie kann ich im Alter, wenn ich zudem auch pflegebedürftig bin, noch komfortabel in meinem Heimatort leben?" Dies zeigte sich in der Bürgerversammlung im Gymnastikraum der Turnhalle, zu der allerdings nur rund 25 Frauen und Männer erschienen waren.

"Wir wollen eine Lösung, die auf unseren Bedarf zugeschnitten ist, und wir wollen dabei mitreden und mitwirken", hatte Alfred Schmitt mitgeteilt, der dem Gemeinderat ankreidete, dieses Thema vernachlässigt zu haben. Er schlug vor, eine Diskussionsebene zu schaffen, und bat den Seniorenbeauftragten Oswald Reis um seine Unterstützung. "Ich finde es gut, dass Sie mitwirken wollen", sagte Bürgermeister Matthias Schneider und riet den Betroffenen, eine Genossenschaft zu gründen. "Sie alle haben Eigentum und könnten Wohngemeinschaften bilden", so seine Worte.

Oswald Reis, der auch schon auf dieses Thema angesprochen worden war, betonte, dass es den Menschen darum gehe, selbstständig zu leben, aber auch um eine ambulante Pflege. "Das ist aber Aufgabe der Gemeinde", betonte er und fügte an: "Wir sind in Theres im Rückstand." Die Gemeinde sollte sich dafür einsetzen, die Situation der Älteren und Pflegebedürftigen zu verbessern.

Peter Reis warf ein, dass es bereits Pflegedienste gebe und Umbauten im Eigenheim auch bezuschusst werden. Dieter Fischer wiederum erklärte, dass dies nicht Aufgabe der Gemeinde und des Gemeinderats sei, die Gemeinde aber Grundbesitz zur Verfügung stellen könne. Der Bürgermeister lehnte eine Trägerschaft der Gemeinde ab, sagte aber die Unterstützung zu. "Es ist ein Prozess, so etwas zu entwickeln", sagte er und verwies darauf, dass es dafür auch Investoren gebe. Letztendlich legte er es dem Seniorenbeauftragten ans Herz, das Thema aufzugreifen und einen Überlegungsprozess in die Wege zu leiten.

Wie Oswald Reis berichtete, wird bei Beerdigungen immer wieder das Fehlen einer Toilette sowie ausreichender Parkplätze in der Nähe des Friedhofes kritisiert. Auch fehle bei großer Hitze eine Beschattung vor der Aussegnungshalle und die Begehbarkeit des Friedhofs sei für ältere Besucher ein Problem. Matthias Schneider erklärte, dass die Besucher bei Beerdigungen die Toilette im VG-Gebäude nutzen könnten. "Allerdings sind unsere Erfahrungen nicht sehr appetitlich", meinte er. Ein WC sei aber auf der Agenda der Dorferneuerung. Gegen große Hitze könnten große Sonnenschirme aufgestellt werden. Parkplätze seien am VG-Gebäude vorhanden; reichten diese nicht aus, müsse eben in den Straßen geparkt werden.

Mit dem Antrag einer Bürgerin, die Willkommensschilder an den Ortseingängen zu ersetzen, wird sich der Gemeinderat im kommenden Jahr befassen. Matthias Schneider kündigte auch an, die vielen unterschiedlichen Hinweisschilder zu vereinheitlichen. Der Wunsch, die Website der VG für Smartphones und Tablets zu optimieren, wird mit der Umstellung des Internetauftritts Ende des Jahres in Erfüllung gehen. Ein Dorn im Auge sind dem Bürgermeister die wilden Müllablagerungen, die private Nutzung gemeindlicher Flächen, das Fehlen vieler Grenzsteine in der Flur und die fehlende Parkmoral. Parken auf dem Gehweg ist verboten, aber besonders am VG-Gebäude beliebt, so dass Fußgänger oft auf die Straße ausweichen müssen. Auch hinterlassen Fahrzeuge immer wieder Ölflecken auf der Straße. Daher denkt die Gemeinde daran, Parkflächen einzuzeichnen und eventuell eine Verkehrsüberwachung in Anspruch zu nehmen.