Untersteinbach ist auch sonst an einem schönen Frühlingsabend nicht gerade ausgestorben, doch am Sonntag war rund um das Rathaus richtig viel los. Die beiden Stichwahl-Kandidaten erlebten die wohl nervenaufreibendsten 43 Minuten ihres Lebens, nachdem um 18 Uhr die Wahllokale geschlossen hatten.

Beide rechneten im Vorfeld mit einem knappen Ergebnis. Vor zwei Wochen hatte Matthias Bäuerlein mit 42 Prozent zwar noch relativ deutlich das beste Ergebnis der drei Kandidaten eingefahren, doch die Erfahrung zeigt, dass die Stichwahl oft ganz anderen Gesetzen folgt.

Auch diesmal war die Wahlbeteiligung mit 85,34 Prozent hoch im Steigerwald, rund 65 Prozent der Rauhenebracher nutzten die Briefwahl, wie schon vor zwei Wochen. Klaus Markfelder von der Koppenwinder Liste, der vor zwei Wochen ausgeschieden war, hatte keine Wahlempfehlung ausgesprochen, und so war die Spannung groß, wie sich dessen Wähler entscheiden.