Drei Stunden lang unterhielt die Blasmusik Kraisdorf mit ihrem Dirigenten Gerhard Eller im vollbesetzten Pfarrsaal in Pfarrweisach die Gäste mit Liedgut des böhmisch-mährischen Gebiets.


Stimmung wie im Fasching

Zum achten Mal hatte die Kapelle zu einem Konzert eingeladen, und die Gäste gingen begeistert mit bei den Polkas, Walzer und Märschen - teilweise herrschte Stimmung wie im Fasching. Besonders bei der "Polka Nr. 37" oder dem Kultlied "Böhmischer Traum" klatschten die Gäste stehend rhythmisch mit. Das Konzert riss alle mit, zumal sich die Musikanten des öfteren ins Publikum mischten. Pfarrweisachs Bürgermeister Ralf Nowak (ULB) lobte die Musikanten dafür, dass sie auch nach der Sanierung des Bürgerzentrums in Kraisdorf den Weg nach Pfarrweisach in den Pfarrsaal finden.
"Ihre warmen Klänge tun uns gut", sagte er.

Neben dem böhmisch-mährischen Liedgut gab es zur Abwechslung einige Märsche auf die Ohren, so bei dem Marschpotpourri "Gruß an die Hoch- und Deutschmeister" oder dem fulminanten Konzertmarsch "Die Sonne geht auf" vom Dirigenten der Hergolshäuser Musikanten, Rudi Fischer.
Auch der Dirigent der befreundeten Kapelle, Klaus Rambacher aus Hofstetten, der unter den Gästen war, wurde mit der Polka "Fränkische Kirchweih" gewürdigt. Sein Kommentar dazu im schönsten fränkischem Lob: "Bassd scho".


Unterhaltsame Einlagen

Abwechselnd führten die Musikanten als Moderatoren durchs Programm. Zu der Polka "Trara, es brennt!" zog als besonders pfiffiger Effekt auf einmal eine Gruppe Feuerwehrleute mit Handspritze durchs Publikum zogen und machte es "nass". Joachim Bernhard versuche sich als Geiger und die Leute sollten die Lieder nach seinem Geigenspiel erraten - zugegeben: Man musste schon genau hinhören. Mathias Hoffmann kündigte eine "Damenrunde" an, bei der zufälligerweise drei Musikantinnen Pate standen: die Bienchen-Polka, die Julia-Polka und die Anna-Polka. Erst nach drei Zugaben durften die Musikanten von der Bühne. alc