Erwartungsgemäß hat der Königsberger Stadtrat das Rücktrittsgesuch des Bürgermeisters Uwe Beck (CSU) angenommen. Ohne Gegenstimme akzeptierte der Stadtrat in seiner Sitzung am Dienstagabend im Rathaus den schriftlichen Antrag Becks, der um Entlassung aus seinem Amt aus gesundheitlichen Gründen gebeten hatte. Uwe Beck war erst bei den Kommunalwahlen im März zum neuen Bürgermeister von Königsberg und Nachfolger von Erich Stubenrauch (FW) berufen worden.

Nachdem der Stadtrat über den Entlassungsantrag vom 7. Juli beschlossen hatte, wurde Uwe Beck zum 23. Juli 2014 aus diesem Amt entlassen. Die Frist von 14 Tagen bis zur endgültigen Entlassung musste eingehalten werden, da im Gesetz für kommunale Wahlbeamte festgelegt ist, dass ein solcher Antrag innerhalb von zwei Wochen nach Zugang schriftlich zurückgenommen werden könnte - was Uwe Beck aber nicht tat.

Die Neuwahl des Ersten Bürgermeisters
ist voraussichtlich am 12. Oktober (Sonntag). Durch den Rücktritt von Beck besteht für die Stadt Königsberg die gesetzliche Verpflichtung, innerhalb von drei Monaten die Neuwahl anzusetzen. Der Termin wird von der Stadt der Rechtsaufsichtsbehörde (das ist das Landratsamt) vorgeschlagen und dann festgesetzt. Das Gremium einigte sich auf Vorschlag des Zweiten Bürgermeisters Claus Bittenbrünn (FWG) und des Hauptgeschäftsleiters Johannes Mücke , als Wahltermin den 12. Oktober anzustreben. Als Wahlleiter wurde Johannes Mücke bestimmt, sein Stellvertreter ist Alexander Krauser. Die Entscheidung über den Wahltermin liegt letztendlich bei der Rechtsaufsichtsbehörde. Der letztmögliche Wahltermin zur Einhaltung der Dreimonatsfrist wäre der 19. Oktober.

Die Stimmbezirke

Da es sich bei diesem Urnengang um eine verhältnismäßig kleine Wahl handelt, bei der nur eine Stimme abgegeben werden kann, beschloss der Stadtrat, die Stimmbezirke I und II (Königsberg Altstadt und Königsberg Siedlung) zu einem Stimmbezirk zusammenzulegen. Gewählt wird wieder im kleinen Saal der Rudolf-Mett-Halle. Auf Grund der Abstimmungsergebnisse bei den letzten Kommunalwahlen bleiben alle weiteren Stimmbezirke unverändert. Der Stadtrat appellierte an die Wähler in den Stimmbezirken Dörflis-Kottenbrunn und Hofstetten-Köslau-Bühl, dort möglichst direkt zur Wahl zu gehen und keine Briefwahl vorzunehmen, um nicht unter die vorgeschriebene Zahl von 50 Direktwählern zu sinken. Das hätte möglicherweise eine weitere Zusammenlegung von Stimmbezirken zur Folge.