Eine Attraktion des Königsberger Erlebnismarktes "Zauberhaftes Königsberg" war der aus dem Fernsehen bekannte Dr. Musikus. Zum Glück erwischte er für seine Vorführung "Der zauberhafte Schwebeact" eine der wenigen "Trockenpausen" an diesem Nachmittag, in denen er die Zuschauer, darunter besonders die Kinder, mit viel Witz und Action begeistern konnte. Denn für seine gut 30 Minuten dauernde Vorführung braucht er eine Vorbereitungszeit von rund zwei Stunden.

Es muss immerhin schon gut vorbereitet sein, dass im richtigen Augenblick die richtige Musik ertönt, aus den kleinen Flammenwerfern auch Feuer austritt, Rauch die Zuschauer einnebelt oder Seifenblasen durch die Luft wirbeln. Eine ganze Maschinerie ist dafür notwendig, die von insgesamt acht großen Akkus angetrieben wird. So auch das kleine Fahrzeug, das Dr. Musikus, der eigentlich Klemens Kopka heißt, gleichsam über das Pflaster schweben lässt.


Das ist schon ein ganz schön schwieriger Trick

Wobei , der 54-Jährige auch gesteht, dass ihm gerade das Pflaster in Königsberg bei seinem Schweben größere Schwierigkeiten bereitet: "Das ist eine echte Herausforderung, das sieht man mir hoffentlich nicht an. Da pocht das Herz, wenn ich da fahre und mich drehe. Auf ebener Straße ist das kein Problem, aber hier muss ich doppelt und dreifach vorsichtig sein."

Doch Dr. Musikus, der aus Dettenheim bei Karlsruhe stammt, schaffte diese gefährlichen Passagen in Königsberg ohne Sturz und große Schwierigkeiten. Das Publikum hing an seinen Lippen. So war er für eine große Gruppe von Kindern die "Dampflokomotive", und damit erfüllte sich eine Hoffnung, die er bei jeder Vorführung hat: "Am meisten macht mir eine Spontaneität bei den Zuschauern Spaß, wenn es zu Situationen kommt, die man vorher nicht einplanen kann." So auch in Königsberg, wo er einfach die begeisterte Kinderschlange in den Hof von Rainer Austel führte, der vorher in diesem Besuch nicht eingeweiht war.

Begonnen hat Klemens Kopka, der sogar in dem Guinnesbuch der Rekorde steht, mit dem größten Ein-Mann-Orchester der Welt. Gut fünf Stunden muss er diese virtuosen One-Man-Band vorbereiten, denn er trägt dazu quasi ein ganzes Orchester auf dem Rücken. Zu seinen Spezialitäten zählt außerdem noch der schwebende Weihnachtsengel mit Schneekanonen und Sternenfeuer.

Dr. Musikus stieg vor 30 Jahren ins Geschäft ein: "Nach dem Abitur war ich zwei Jahre im Ausland, habe viele Länder besucht und mir dabei als Straßenmusiker meinen Unterhalt verdient. Ich habe das ganze Leben auf mich zukommen lassen und gemerkt, dass den Menschen meine Vorführungen Spaß machen. Und so habe ich in diese Richtung weiter gemacht."

90 Prozent des Berufs ist die akurate Vorbereitung

Doch er fügt auch an: "Ein Großteil meines Berufes, 90 Prozent, ist zu Hause Schrauben, Basteln, Schweißen, und Experimentieren. Das mache ich alles daheim selbst."

Und wie lange will er denn diese aufwändigen, einzigartigen Vorführungen noch machen will? Für den 54-Jährigen ist es keine Frage. Klemens Kopka meint kurz und bündig: "Bis mich keiner mehr haben will!"
Weitere Informationen zu dem symphatischen Allroundkünstler gibt es im Internet unter www.dr-musikus.de.
Der zauberhafte Erlebnismarkt der Königsberger Interessengemeinschaft zur Förderung von Tourismus & Gewerbe (King) war am Freitag in Königsberg leider ein bisschen feucht. An dem katholischen Feiertag "Mariä Himmelfahrt" sind in der Regiomontanusstadt immer die Läden geöffnet; zudem waren etliche Fieranten gekommen. Trockene Phasen und heftige Regenschauer wechselten sich diesmal ab.

So bot der Tag nur zeitweise Gelegenheit für einen gemütlichen Einkaufsbummel.Trotzdem kamen im Laufe des Tages Besucher aus nah und fern. Wie in den Jahren zuvor war für die Unterhaltung von Groß und Klein gesorgt.
So verzauberte Zauberer "Magic Richie" vor seinem Haus die Zuschauer mit verblüffenden Kunststücken und gastierte zum zweiten Mal der aus dem Fernsehen bekannte Unterhaltungskünstler Dr. Musikus mit seinem zauberhaften Schwebeact in Königsberg. Mit seiner Vorführung begeisterte Dr. Musikus Jung und Alt gleichermaßen, und schnell sprang der Funke auf die vielen Zuschauer über, die gerne mitmachten. Dr. Musikus, der zum zweiten Mal in Königsberg war, zeigte sich von der Stadt, der Veranstaltung und den hilfsbereiten Leuten stark beeindruckt. Passend zum Kräutertag banden Lisbeth Baier und Maria Gärtner Kräuterkränze.

An verschiedenen Plätzen wurde für musikalische Unterhaltung gesorgt. So am Kunsthandwerkerhof, wo in der Galerie im alten Sudhaus die interessante Ausstellung "Kann Spuren von Kunst erhalten", eine alte Fototechnik von Peter Kubala und das Kunstobjekt von Clarissa van Amseln "Drunten und draußen" zu sehen war. Hier spielten auch die "Bioband Ladybirds" und Peter Kubala mit seiner Gitarre. Am Marktplatz beeindruckte die Band "Crown Jewels" die Zuhörer. Dort ließen sich in den trockenen Phasen auch viele Gäste zu einer Rast nieder. Hier und an vielen anderen Stellen in der Altstadt konnten fränkische Spezialitäten genossen werden.