Der Laie oder technisch nur gering- oder unbelesene Besucher konnte im wahrsten Sinn des Wortes "ins Taumeln" kommen, als Firmeninhaber Manfred Lang und sein Mitarbeiter, Herr Zapf, die Arbeitsweise der "Taumelringpumpe" vorstellten. Aufmerksame Zuhörer waren bei der ersten Führung durch Firmenchef Manfred Lang am Samstagvormittag neben zahlreichen Interessenten auch 1. Bürgermeister Jürgen Hennemann und mehrere Mitglieder des Stadtrates Ebern.

Lang freute sich, dass er am Tag der offenen Tür auf seinem Firmengelände auch eine Vielzahl von anderen Firmen begrüßen konnte, mit denen er zusammen arbeitet. "Wir haben ein Netzwerk aufgebaut und ergänzen uns sehr gut. Die Zusammenarbeit mit weiteren Anbietern macht mir große Freude", sagte er. Dreizehn Beschäftigte hat seine Firma in Ebern, die sich in einer Halle der ehemaligen Bundeswehr niedergelassen hat.
Zusammenarbeit sei mit einem Konstruktionsbüro in Coburg und einem Ingenieurbüro in Frankfurt gegeben. Ziel seiner Firma sei gewesen, in Ebern eigene Produkte herzustellen, was eine gewisse Unabhängigkeit bedeute.

Das Highlight: Die "Taumelringpumpe"

Besonders stolz sei man auf das "Highlight Taumelringpumpe." Wie Manfred Lang und sein Mitarbeiter Zapf unter Präsentation der Taumelringelpumpe erläuterten, könne diese Pumpe in allen Bereichen der Pumptechnik eingesetzt werden, vor allem auch deshalb, weil sie schonend arbeitet und Feststoffe, die unversehrt bleiben müssen, durch den Pumpvorgang nicht beschädige. Das sei durch die besondere Konstruktion der Pumpe gewährleistet. Gleichartige Pumpen gebe es mehrere, aber bisher keine mit der der Pumpvorgang so schonend und für alle Stoffe einsetzbar vorgenommen werden konnte.

Zufrieden zeigte sich Manfred Lang über die Nachfragen nach dieser Pumpe. Die Taumelringpumpe von Pumpsystems stehe für anspruchsvolle Aufgaben mit hohen Förderleistungen selbst bei höchster Viskosität (Maß für die Zähflüssigkeit eines Fluid), wie erläutert wurde. Die kompakte Bauweise und Zugänglichkeit aller Bauteile setze Maßstäbe in Wartung und Reinigung. Durch Verwendung von Edelstahl ist der Einsatz in der Lebensmittel- und Chemieindustrie ohne Einschränkung möglich. Sie hat eine Förderleistung bis zu 50.000 Liter in der Stunde.

Konversion ist gut gelaufen

Die Besucher konnten sich auch über die Produktionsstrecke der Firma informiert, von der Anlieferung der Stahlrohlinge in vielen Stärken bis hin zum fertigen Produkt. Gezeigt und erläutert wurden die Hochleistungsbandsägen, Hochdrucksprühgeräte und vieles andere mehr. Bürgermeister Jürgen Hennemann dankte Firmeninhaber Manfred Lang und brachte seine Freude zum Ausdruck, die Firma in Ebern zu haben.

"Wir in Ebern sind froh, dass die Konversion in unserer ehemaligen Kaserne so gut gelaufen ist und nur noch ein Gebäude frei ist, für welches gegenwärtig vier Bewerber Interesse zeigten", sagte der Bürgermeister. Stolz könne man darauf sein, dass sich mehrere Firmen im ehemaligen Areal der Kaserne nieder gelassen haben. "Es ist sicher ein Fortschritt für unsere Stadt, dass wir Betriebe haben die innovativ sind und sich stetig weiter entwickeln und somit auch Arbeitsplätze in unserer Region zur Verfügung stellen", so Bürgermeister Hennemann.

Als Besucher war Bürgermeister Jürgen Hennemann mit Mitgliedern des Stadtrates gekommen, sowie am Nachmittag MdB Dorothee Bär und Landrat Wilhelm Schneider. Schon am Vormittag fanden zahlreiche Besucher den Weg auf das Firmengelände.