Von überplanmäßigen Ausgaben, die infolge Fahrzeugbeschaffungen für den Bauhof und infolge Umbauarbeiten für das Asylheim in der ehemaligen Kaserne notwendig wurden, musste der Kämmerer berichten. Die Überschreitungen belaufen sich beim Bauhof auf 90,534 Euro und beim Asylbewerberheim auf 76.304 Euro. Der Stadtrat billigte diese Summen.

Mehrkosten für den Aus- und Umbau des Asylbewerberheimes waren zu billigen. Da am Anfang alles sehr schnell gehen musste, war eine genauere Kalkulation nicht möglich, sagte Bürgermeister Jürgen Hennemann. "Die erste überschlägige Kostenschätzung lag bei 150.000 Euro." Allerdings sei durch unvorhersehbare zusätzliche Arbeiten diese Summe auf 216.166 Euro gestiegen, gab Hennemann bekannt. Bei Elektroarbeiten gab es Mehrungen um 10.812 Euro, bei Maler- und Trockenbauarbeiten um 13.280 Euro, bei Santiärarbeiten um 16.952 Euro, bei der Heizungsanlage um 1.257 Euro, bei Schreinerarbeiten um 1.447 Euro und bei Bodenbelagsarbeiten um 2,850 Euro.

In der Kläranlage Ebern muss der Feinrechen und der Sandseparator erneuert werden, um eine entsprechende Ausreinigung gemäß vorliegender Bestimmungen erreichen zu können. Schon der Bauausschuss hatte sich in einer Sitzung im August mit diesem Thema vor Ort befasst. Für die erforderlichen Arbeiten und Materialien wurden Angebote eingeholt und Auftrag an Fachfirmen mit der Gesamtsumme von 85.707 Euro vergeben.

Grundsätzliche Breitschaft signalisierte der Stadtrat Ebern für eine Stärkung der Interkommunalen Zusammenarbeit mit anderen Gemeinden. Die Gründung einer Integrierten Ländlichen Entwicklung (ILE) wird deshalb angestrebt. Interkommunale Zusammenarbeit kann in vielen verwaltungstechnischen Bereichen erfolgen, wie Bürgermeister Jürgen Hennemann erläuterte, was auch für die ILE gelte.

Vor der Sitzung des Stadtrates war der Bauausschuss zusammen gekommen. Behandelt wurde ein Bauantrag für das Neubaugebiet "Mannlehn", Otto-Schnorr-Weg 7 für den Neubau eines Wohnhauses mit Garage. Einvernehmen wurde durch das Gremium erteilt.
Stadtrat Manfred Fausten bemängelte, das eigentlich schon Maßnahmen für Straßenreparaturen im Kapellenstegsweg beschlossen seien, sich aber nichts tue. Ebenso sollte an der Engstelle in der Spitaltorstraße eine Verbesserung geschaffen werden. Geld wäre für die genannten Maßnahmen bereits eingestellt gewesen. Bürgermeister Jürgen Hennemann und Bauamtsleiter Martin Lang erläuterten die Schwierigkeiten, die an beiden Stellen vorhanden sind. Lang: "Es besteht einiger Klärungsbedarf, wie man die Sachen anpacken kann, vor allem wegen der stark frequentieren Straßenteile. Das ist alles nicht so einfach, weil wir viele Randbedingungen beachten müssen." Bürgermeister Jürgen Hennemann erkannte den Einwand von Stadtrat Manfred Fausten an und sagte, dass man verwaltungsmäßig an der Sache dran sei aber nichts übereilen und vorher alle Individualitäten prüfen wolle. "Da brauchen wir ein Gesamtkonzept um das dann Stück für Stück voranzubringen", so Hennemann.