Ebert vertrat Eichelberg bereits in den zurückliegenden sechs Jahren im Stadtrat und fungierte dort als Sprecher der Tourismus- und Werbegemeinschaft. Er rückt auch wieder in die Rentweinsdorfer Gruppe, die das Trinkwasser nach Eichelberg liefert.

In den anderen sechs Stadtteilen laufen die Unterschriftensammlung, mit denen die Entsendung eines Ortssprechers beantragt wird, auch schon, teilte Bürgermeister Jürgen Hennemann (SPD) mit. "Nur die Wahltermine stehen noch nicht fest."

Zu Ortschaften, die vor der Gebietsreform eigenständig waren und aufgrund des Ergebnisses bei der Kommunalwahl nicht mit einem Vertreter im Stadtrat vertreten sind, gehören noch: Reutersbrunn, Bramberg, Vorbach, Neuses, Weißenbrunn und Welkendorf.

108 wünschen Vertreter

Wenn in diesen Dörfern ein Drittel der Wahlberechtigten per Unterschrift erklärt, dass sie einen Ortssprecher wünschen, muss gewählt werden. In Eichelberg brachten von 130 Wahlberechtigten 108 diesen Wunsch zum Ausdruck. "Ein deutliches Zeichen, dass die Eichelberger im Stadtrat vertreten sein wollen", las Hennemann aus diesem Ergebnis heraus.

"Wir nehmen den alten, denn der hat's gut gemacht", hatte Werner Streng Ebert vorgeschlagen. Und dabei blieb es auch. Kein Gegenkandidat.

Nach dem klaren Votum beglückwünschte der Bürgermeister den Eichelberger und drückte ihm gleich Arbeit in die Hand: die Sitzungsunterlagen für die Stadtratssitzung am Donnerstag.

"Das Verfahren ist wirklich komplex"

Nicht genug mit der Arbeit: Dirk Suhl, Breitband-Fachmann der Verwaltung, machte Hoffnung auf einen Anschluss von Eichelberg an schnelle Datenleitung. "Wir bekommen 500 000 Euro von der EU, damit die unterversorgten Orte im Stadtgebiet noch angebunden werden können. Doch das Verfahren, um diesen Zuschuss zu bekommen, ist kompliziert."

Von zehn Verfahrensschritten seien sieben erledigt, dann folge die Ausschreibung "und wir hoffen auf die Telekom, dann könnten wir Ende nächsten Jahres fertig sein", blickte Suhl voraus. Bürgermeister Hennemann: "Es ist also angeleiert, aber das Verfahren ist wirklich komplex. Aber wenn wir den Zuschuss haben wollen, müssen wir uns daran halten."

Mehrheit für Kreisellösung

Zum Thema Feuerwehr lobte das Stadtoberhaupt die bereits praktizierte Zusammenarbeit mit Reutersbrunn und Heubach. Das müsse auch in anderen Stadtteilen angegangen werden. "In einer Ortschaft haben wir die Leute, in der anderen die Führungsmannschaft und anderswo die Häuser und Gerätschaften. Das muss zusammengeführt werden."

Hennemann sprach auch die Kreisellösung für das Heubacher Kreuz an. "Bei unserer Online-Abstimmung hat sich die Mehrheit dafür ausgesprochen." Das Thema werde am Donnerstag im Stadtrat behandelt und danach an alle zuständigen Ministerien geschickt. Hennemann will es auch bei der unterfränkischen Verkehrskonferenz Ende Juni auf die Tagesordnung setzen lassen und "auch nach Berlin fahren, wenn es sein muss". Hennemann: "Wir werden's versuchen und wenn es nicht klappt, kommt eben die Ampellösung."