Die Stadt Haßfurt schickt sich bereits an, zur "Smart City" zu werden. Die Gemeinde-Allianz Hofheimer Land hat nun dasselbe Ziel. Die Allianz ist ein Zusammenschluss aus sieben Gemeinden mit 53 Ortschaften. "Es gab insgesamt 36 Bewerbungen, zwölf erhielten den Zuschlag, darunter das Hofheimer Land", sagte Bürgermeister Wolfgang Borst (CSU), gleichzeitig der Vorsitzende der Gemeinde-Allianz, am Donnerstagabend bei der Stadtratssitzung im "Haus das Gastes" in Hofheim.

Der Prozess hin zur Smart-City-Region dauere etwa zehn Jahre. Es handele sich um ein Pilotprojekt im Landkreis. Informationsveranstaltungen seien geplant. 320 Haushalte seien mit Glasfaser bis ins Haus bereits versorgt. Ziel sei es, Glasfaser - und damit schnelles Internet - bis in jedes Haus zu bringen. Die derzeitige Corona-Pandemie habe gezeigt, wie wichtig Homeoffice und damit eine schnelle Internetanbindung sind, sagte Borst.

Die Bauarbeiten am Hofheimer Friedhof werden in der kommenden Woche starten, kündigte Borst an. Gebaut werden soll eine Querungshilfe für Fußgänger in der Ringstraße auf Höhe der Firma Elektro Geuppert. Gleichzeitig soll ein neuer Eingang an der Ringstraße entstehen, inklusive einer Rampe für einen barrierefreien Zugang. Der Betrieb einer Ampelanlage während der Bauarbeiten ist nicht nötig. Die Baufirma ist dieselbe, die derzeit die Landgerichtsstraße erneuert. Zumindest ein Teil der Wege im Friedhof soll im Zuge der Bauarbeiten erneuert werden. Die Steine hierfür seien vorhanden, so Borst.

Stadtrat Armin Manietta wies darauf hin, dass der Löschweiher in Eichelsdorf ausgetrocknet ist, weil der Bachzulauf versiegt ist. Borst erwiderte, dass an der Kläranlage in Eichelsdorf ein fester Schlauchanschluss montiert werden soll. Der Löschteich sei schwierig aufrechtzuerhalten, da aufgrund der Klimaerwärmung wohl immer weniger Wasser zulaufen werde.

Als Begrüßungsgeschenk für neugeborene Kinder einigte sich der Stadtrat auf einen Baby-Latz, der mit dem Stadtlogo bedruckt ist, sowie einen Werbering-Gutschein in Höhe von 30 Euro.

Auch die nichtöffentlichen Beschlüsse wurden bekanntgegeben: Der SV Rügheim erhält eine Ausfallbürgschaft in Höhe von 50 000 Euro. Änderungen von Flächennutzungsplänen und Bebauungsplänen im Bereich Reckertshausen und Hofheim wurden ebenso einstimmig beschlossen wie der Bericht über die Abwicklung des Haushaltsplans für das Haushaltsjahr 2020.