Die Sanierung der Kläranlage des Abwasserzweckverbandes "Mittlerer Weisachgrund", insbesondere die geplante Mischwasserbehandlung, sorgten am Mittwochabend für Diskussionsstoff bei einer Bürgerversammlung im Gasthaus "Zur Sonne" in Pfaffendorf. Bürgermeister Wilhelm Schneider (CSU) sprach weitere aktuelle Themen im Markt Maroldsweisach an.

Bauleiter Michael Rahn erklärte, dass die Mischwasserbehandlung erforderlich sei, um den Schmutzwasserzulauf zur Kläranlage zu steuern. Ansonsten würde die Kläranlage bei Starkregenereignissen überfrachtet und in ihrer Reinigungsleistung beeinträchtigt.

Kanäle als Stauraum


Bereits vor neun Jahren sah ein Plan vor, für die Abwasseranlage ein Betonbecken zwischen Pfaffendorf und Junkersdorf zu errichten. Die Kosten für dieses Becken wurden damals mit 314.000 Euro beziffert. Als Alternative wurde die Idee verfolgt, die vorhandenen Kanäle als Stauraum zu nutzen und darüber den Zulauf zur Kläranlage zu steuern. Nachdem die Grundlagendaten mit Hilfe eines neuen Ingenieurbüros überarbeitet wurden, hat sich herausgestellt, dass das Errichten eines Stauraumkanals nach dem Regenüberlaufbecken in Junkers- dorf technisch noch einfacher zu realisieren ist.

Zwei Varianten


Um dies allerdings beim zuständigen Wasserwirtschaftsamt vertreten und durchsetzen zu können, bedürfe es gemeinsamer intensiver Anstrengungen, meinte Rahn. Es wurden zwei Varianten ermittelt. Bei Variante 1 ist mit Investitionskosten von 180.000 Euro und bei Variante 2 mit Kosten von 350.000 Euro zu rechnen. Ziel der gemeinsamen Bemühungen sollte sein, die kostengünstigere Variante 1 durchzusetzen, erklärte Bürgermeister Wilhelm Schneider. Diese Variante müsste allerdings noch vom Wasserwirtschaftsamt anerkannt werden.