Im Landkreis Forchheim setzte sich die im September gestartete Herbstbelebung am Arbeitsmarkt trotz der andauernden Krise auch im Oktober ungebremst fort. Die Zahl der Menschen ohne Arbeit nahm in den letzten vier Wochen um 110 Personen (-5,3 Prozent) auf 1 968 ab. Es verloren 5,1 Prozent weniger Personen ihre Beschäftigung als in 2019.

Gleichzeitig fanden 7,1 Prozent mehr Männer und Frauen einen neuen Arbeitsplatz. Die Arbeitslosigkeit ist im Vergleich zum Vorjahr um 29,6 Prozent (+450 Menschen) gestiegen. Die Arbeitslosenquote reduzierte sich im vergangenen Monat um 0,2 Prozentpunkte auf 2,9 Prozent (Vorjahr 2,2 Prozent). Das ist Vollbeschäftigung.

Im Oktober bekam der Arbeitgeberservice 191 sozialversicherungspflichtige Stellenangebote gemeldet, 2,7 Prozent (+5) mehr als im Vorjahr. Im Bestand gibt es 739 Beschäftigungsangebote, 8,0 Prozent (-64) weniger als in 2019. Die allgemeine Arbeitsmarktsituation im Bereich Bamberg / Coburg erlebe aktuell ein Zwischenhoch, so die Einschätzung von Brigitte Glos, Leiterin der Agentur für Arbeit Bamberg-Coburg: "Im Oktober setzte sich der Herbstaufschwung in einer für diesen Monat üblichen Intensität fort. Die Arbeitslosigkeit sank den zweiten Monat in Folge seit Beginn der Krise.

Weniger verlieren Arbeitsplatz

Seit drei Monaten verloren kontinuierlich weniger Menschen ihren Arbeitsplatz, während mehr eine neue Beschäftigung fanden als im letzten Jahr. Im letzten Monat wurden 366 Personen in der Produktion und Fertigung eingestellt, 15,5 Prozent mehr als im Vorjahr. Im Bereich Verkehr und Logistik waren es 214 Personen, 11,5 Prozent mehr. Um temporäre Auftragsspitzen abzudecken, steigt die Beschäftigung in der Zeitarbeit wieder, ein positives Signal. Allerdings beobachten wir einen Drehtüreffekt bei Einstellungen und Freisetzungen. Wir hatten bisher nur wenige für den Winter vorsorgliche Arbeitslosmeldungen vom Bau. Die Gastronomie hingegen ist ein Spiegelbild der Pandemie." red