Mit dem Stück "Die Rollator Gang" sorgt die Theatergruppe der Frankenwaldfreunde Wolfersgrün derzeit für Lachsalven im Gasthof "Bergschloss". Im Mittelpunkt der kriminalistisch angehauchten Komödie stehen zwei Rentner: Erwin (Franz Spindler), der mit Kathi (Silke Merbach) verbandelt ist, und sein Freund Eduard (Holger Brehm) wollen es im fortgeschrittenen Alter nochmals richtig krachen lassen und Kohle machen. Sie träumen von Reisen nach Mallorca, Kanada oder Thailand. Das immer rechtschaffene und ehrliche Trio will sich das dazu benötigte Kleingeld durch einen Einbruch beim gut versicherten Juwelier im Nachbarhaus beschaffen.

Erwin war jahrelang Zählerableser und ist mit den Gegebenheiten im Nachbarhaus bestens vertraut. Zusammen mit seinen Freund Eduard wurde ein genialer Plan geschmiedet. Als alle logistischen Probleme behoben waren, schritt man zur Arbeit. Gebohrt werden sollte während einer gleichzeitig laufenden Straßenbaumaßnahme vom Keller der Nachbarin Rottenmeier aus. Man nutzte beim Bohren quasi den vorhandenen Lärm und war sich sicher, auch direkt beim Juwelier rauszukommen.

Die bettlägerige und pflegebedürftige Nachbarin Rottenmeier wird seit längerem durch Kathi betreut. Obwohl es ihr nicht einerlei war und ihre Nerven stark litten, ließ sie sich auf den Deal ein und organisierte heimlich den Kellerschlüssel. Die beiden Freunde Erwin und Eduard schafften sich bereits im Vorfeld zur Tarnung, um gebrechlich zu erscheinen, jeweils einen Rollator an.

Alles schien bestens geplant und am Laufen zu sein. Doch in ihrer Vorfreude machten die beiden übermütigen Rentner ein Rollatorrennen auf der Straße und fuhren dabei Frau Bichl (Diana Schütz), eine ältere Dame, so heftig vom Rad, dass die Polizei ins Haus kommt. Von nun an wird es brenzlig für die drei, denn der Polizist Staller (Michael Braunersreuther) wird immer misstrauischer und hellhöriger. Er taucht immer wieder unvermittelt auf und stellt unangenehme Fragen. Doch mit einigen Tricks und mit Hilfe der jungen Physiotherapeutin Moni (Johanna Walter) schaffen sie, wenn auch mit entsprechenden Verletzungen den Durchbruch. Die starken Kopfverletzungen von Erwin, der aus Neugierde seinen Kopf ins Loch steckte, mussten auch mehrfach erklärt werden.

Überraschend landen die beiden preisgekrönten Armleuchter dann aber nicht im Keller des Juweliers, sondern hinter einem Regal mit Einmachgläsern im Nachbargebäude. Schnell stellte sich heraus, dass es mit dem Einbruch wirklich eine Schnapsidee war und die Rentner dafür einfach zu blöd waren. Ein sauberer Ausstieg war aber kaum möglich.

Für alle überraschend taucht dann plötzlich der junge naive Einbrecher Django (Felix Braunersreuther) auf. Der junge Bursche hat in seinem jugendlichen Leichtsinn den Juwelier überfallen und sucht auf der Flucht Unterschlupf in der Wohnung der drei Rentner. Diese mussten wiederum ihre "Tatwerkzeuge" entsorgen und ihre Spuren verwischen. Zum Schluss fanden die mehrfach genervten Rentner auch noch die gestohlenen Wertsachen und wurden als Helden gefeiert.

Die Regie des Stücks von Ulla Kling lag wieder in den Händen von Udo Braunersreuther.

Weitere Vorstellungen sind am 14, 21. und 28 März sowie am 4. April jeweils um 19.30 Uhr im "Bergschloss".