Die Renaturierung der Schlammbecken auf dem Gelände der Kläranlage Hutschdorf war das bestimmende Thema der jüngsten Sitzung des Abwasserzwecksverbands Friesenbachtal. Die Maßnahme ist notwendig als Ausgleich für den Bau des Abwasserpumpwerks bei Partenfeld. Eine gemeinsame Lösung mit dem Markt Thurnau, im Zuge des Straßenbaus in Richtung Rottlersreuth für einen ökologischen Ausgleich in Bezug auf den Straßenbau Richtung Rottlersreuth zu sorgen, war gescheitert.
In den Schlammwannen der früheren Hutschdorfer Kläranlage sollen nun Schilfmatten an den Wänden angebracht werden, die Pflanzen und Kleinstlebewesen eine Besiedlung ermöglichen. Ein Rückbau der Betonwände ist absichtlich nicht geplant, da bereits Biber und andere seltene Tiere die Becken erobert haben. Nun werden sie geflutet und mit Schwimminseln ausgestattet. Die Arbeiten wird der Kasendorfer Bauhof übernehmen.
Die Sanierung des Kanalnetzes in der Zultenberger Straße war ebenfalls ein Thema. Nachdem die Straße dort ohnehin wegen des Erdgasnetzes aufgerissen worden war, hatte man die Kanalleitungen gleich mit erneuert. Was noch fehlte, war ein Vertrag mit dem Landkreis Kulmbach als Eigentümer des Straßengrundes. Die Leitungen müssen unter anderem das Abwasser der Wohngebiete am Prelitz und in der Sonnenleite sowie des Ortsteils Reuth aufnehmen. Daher musste der Durchmesser vergrößert werden. Das Projekt selbst war in der vorangegangenen Sitzung abgesegnet worden. kms