Am Montagabend fand im Marktzeulner Rathaus der Jahresabschluss mit kurzem Rückblick statt.

Dabei ließ es sich Landrat Christian Meißner, zugleich auch Kreisvorsitzender des Roten Kreuzes, nicht nehmen, folgende Blutspender zu ehren: für 175 Spenden Walter Kießling, für 75 Spenden Swea Dauer und für jeweils 50 Blutspenden Susanne Weiß und Anja Walter.

Anschließend ehrte Kreisbrandrat Timm Vogler Stefan Leikheim und Markus Gampert, beide bei der Freiwilligen Feuerwehr Horb am Main für jeweils 25 Jahre Dienstzeit mit dem Feuerwehr-Ehrenzeichen. Dieses Feuerwehr-Ehrenzeichen diene der Würdigung von Verdiensten um das Feuerlöschwesen. Timm Vogler bedauerte, dass sich der Großteil unserer Gemeinschaft in keiner Weise für andere Menschen einbringen würde, sondern immer mehr vom Staat einfordere, und was das Schlimmste sei, mittlerweile gehäuft gegen helfende Menschen vorgehe. "Wir helfen Menschen uneigennützig im Notfall, setzen oftmals unsere Gesundheit auf Spiel und werden zum Dank dafür noch angepöbelt oder im schlimmsten Fall angegriffen!" Der Kreisbrandrat betonte, dass die gelebte Mitverantwortung des Einzelnen für seine Nächsten eine Stärke des ehrenamtlichen Engagements der Feuerwehrleute darstelle.

Bürgermeister Gregor Friedlein-Zech zeichnete noch folgende Bürger für ihre Leistungen aus: Katharina Degen als Oberfränkische Meisterin im Dreikampf (50m-Lauf, Schlagball, Weitsprung) Lilly Gampert als Oberfränkische Meisterin im Crosslauf, Hannes Kolb mit dem Motocross-Meistertitel der Klasse eins (50 ccm) in der NTMC 2018. Er ist außerdem Mitglied im ADAC Leistungskader Motocross, Paulina Gampert als Bayerische Jugendmeisterin mit weißen Deutschen Zwerg-Wyandotten (eine Geflügelart).

Das Dorf verschönert

Weiterhin wurden für ihren ehrenamtlichen gärtnerischen und ortsverschönernden Einsatz ausgezeichnet: Anni Rüttger, Imelda Bauer sowie Rudi Ahles.

Rückblickend erklärte Bürgermeister Gregor Friedlein-Zech, dass einige Themen bereits im vergangenen Jahr angesprochen worden seien, da sich viele Entscheidungen aus verschiedenen Gründen lange hinzögen. Zum einen handele es sich um Großprojekte, zum anderen zögen sich Finanzierungszusagen in die Länge. Die frühe Information und Beteiligung des Gemeinderates mit entsprechend ausreichender Bedenkzeit sei notwendig, um am Ende einvernehmliche Beschlüsse fassen zu können. Entscheidungen würden nie leichtfertig gefällt.

Der Bürgermeister blickte auf das integrierte städtebauliche Entwicklungskonzept (Isek) zurück. Inzwischen befände man sich in diesem Prozess. Bei einer Haushaltsbefragung konnten sich die Bürger der Marktgemeinde sowie der Ortsteile zu vielem äußern und der Gemeinde ein Stimmungsbild vermitteln. Angenehm überrascht war man von der sehr hohen Rücklaufquote von 40 Prozent. In diesem Fall könne man von einem repräsentativen Ergebnis ausgehen. Nach mehrfacher Tagung der Isek-Arbeitskreise werde zurzeit der Ergebnisbericht erstellt. Im Januar werde er der Regierung von Oberfranken vorgestellt und anschließend dem Gemeinderat vorgelegt. Im Juni werde der Bericht der Bevölkerung veranschaulicht.

Dorfladen wird hoch gefördert

Ein konkretes Ergebnis seien die bereits mittels Bescheid zugesagten Fördergelder für das Gebäude Am Flecken 47, der ehemaligen Schule. Als Impulsprojekt werde das Vorhaben, einen Dorfladen in der Ortsmitte anzusiedeln, mit einem Zuschuss in Höhe von 80 Prozent gefördert. Die ehemaligen Schulräume könnten nach der Sanierung Vereinen zur Verfügung gestellt werden, die VHS beheimaten und auch dem Kinderchor als Treffpunkt dienen.

75 Prozent der Teilnehmer der Haushaltsbefragung hätten sich eine Verbesserung der Nahversorgung gewünscht. Da das Ansiedeln von Discountern und Nahversorgern bisher gescheitert sei, solle durch das Format eines "Genossenschaftsmodells" die Identifizierung der Kunden mit ihrem Laden zum Erfolg führen. Das Projekt Dorfladen werde vorangetrieben und eine Aufklärungsveranstaltung und die Gründungsversammlung sollen folgen. Erfreulich fand der Bürgermeister, dass sich bereits ein Planungsteam mit 15 Mitgliedern gefunden habe, welches "ein Projekt von Zeulnern für Zeulner" bis zum Betrieb fördern und begleiten wolle. Positiv sei zudem die Bestätigung des Bundeswirtschaftsministeriums aufgenommen worden, dass die Trassenvarianten für den Bau neuer Stromtrassen durch den Landkreis vom Tisch sind.

Zum Sachstand bei der B 173 neu teilte das Gemeindeoberhaupt mit, dass im Frühjahr mit dem Brückenbau über die B 289 zwischen Horb und Zettlitz begonnen werde. Die Bauzeit der Gesamtmaßnahme würde sich über sieben Jahre erstrecken.

Mit einigen Musikstücken erfreute Thomas Schaller mit seiner Gitarre die Gäste. käß