Wohnraum, Mehrgenerationen und Neubürger, das waren die Hauptthemen, für die sich der Steinbacher Gemeinderat und weitere Engagierte bis in den Abend hinein Zeit zum Diskutieren nahmen. Anlass war eine Klausurtagung im Rahmen des Projektes "KommunalmarketingPlus" von Kronach Creativ e.V., an dem die Kommune seit 2018 als eine von inzwischen sechs Modellkommunen im Landkreis beteiligt ist.

"Verbindl!ch" lautet die Leitbotschaft, die die Gemeinde nach umfangreichen Recherchen, Umfragen und Bewertungen in Zusammenarbeit mit einer Agentur in der ersten Projektphase für sich definiert hatte. Unter diesem Motto möchte die Gemeindeführung attraktiv und zukunftsorientiert auftreten, um insbesondere auch Engagement und Eigeninitiative in der Bürgerschaft zum Wohle aller zu aktivieren und zu stärken. Auch wenn sich der Begriff für etliche noch "etwas sperrig" anhört, war man sich bei den Zielen einig.

Nach wie vor ist die Wohnraumfrage ein zentrales Thema. "Durch die Unterstützung der Immobilienlotsen konnten alle verwertbaren Leerstände erfasst werden", freute sich Bürgermeister Löffler. Mit vielen Eigentümern sei man jetzt ins Gespräch gekommen. Auch der Einsatz der Sanierungsberatung in den ausgewiesenen Gemeindegebieten trage erste Früchte, Neubauten von Einfamilienhäusern seien am Laufen. Übereinstimmend war der Tenor beim Mietwohnungsbereich. Hier werden nach wie vor kleine, attraktive Wohnung, sogenannte "Sprungwohnungen" benötigt, um insbesondere jungen Menschen Unabhängigkeit zu ermöglichen.

Durch Information und Aufzeigen von Best-Practice-Beispielen könne die Bereitschaft, sich auch am Wohnungsmarkt einzubringen, gesteigert werden, berichtete das Projektteam von einer erfolgreichen Infoveranstaltung zur Miet- und Ferienwohnungssituation aus Steinwiesen Anfang des Jahres. "Wenn es die Gegebenheiten im Frühjahr zulassen, werden wir solch eine Veranstaltung bei uns anstreben", ergänzte Löffler.

Äußerst positiv bewertet wurde im nächsten Themenblock die Sinnhaftigkeit eines "Generationen-Arbeitskreises", der der Gemeindeführung und der Vereinslandschaft als beratendes und umsetzendes Gremium zur Verfügung stehen könnte. Um es nicht bei der Idee zu belassen, haben sich bereits erste Teammitglieder zusammengefunden, mögliche Aufgaben und Ziele definiert und noch für diesen Herbst ein erstes Treffen vereinbart. Interessierte können sich gerne beim Team von "KommunalmarketingPlus" unter 09261/670933-2, projektbuero@kronachcreativ.de melden.

Mit dem Generationenbad im Freizeit- und Tourismuszentrum, dem zukünftigen Haus der Generationen in Hirschfeld, dem Generationenpark in Windheim und natürlich dem schon seit Jahren tätigen Mehrgenerationenhaus in Buchbach wird die generationenfreundliche Entwicklung der Gemeinde, die bereits unter dem früheren Bürgermeister und heutigen Landrat Klaus Löffler eingeleitet wurde, erfolgreich fortgesetzt.

Neue App vorgestellt

Jugendbeauftragte Lea Löffler stellte mit der BayernFunk-App eine neue, moderne Möglichkeit der Kommunikation in der Gemeinde vor. "Wir Jungen nutzen gerne solche Apps. Wenn sich jetzt noch mehr Nutzer finden, dann kann das zu einer tollen generationenübergreifenden Plattform für unser Steinbach am Wald werden", appellierte sie begeistert. Mehr unter: https://www.steinbach-am-wald.de/

Abschließend widmete man sich den Neubürgern der Gemeinde und diskutierte die Fragen, ob und in welcher Form ein Neubürger-Empfang die Willkommenskultur und das gegenseitige Kennenlernen und Dazugehören steigern könnte. Mehrere Umsetzungsideen, begonnen bei einem Andocken an den Neujahrsempfang über kleine gemütliche Treffen in den einzelnen Ortsteilen bis hin zu einer eigenständigen Veranstaltung und der Schaffung von ständigen Neubürger-Ansprechpartnern, spiegelten das breite Spektrum der Möglichkeiten wider. Man verständigte man sich auf eine tragfähige und ressourcenverträgliche Konzepterarbeitung durch das Projektteam.

Als wertvoll und gut investierte Zeit deklarierten die Teilnehmer nach knapp fünf Stunden die Klausurtagung. Und einhellig war der Tenor, wie wichtig und konstruktiv solch ein Austausch neben den üblichen Gemeinderatssitzungen sei. red