Die Frauen-Union Neudrossenfeld ließ sich etwas Besonderes einfallen und funktionierte eine alte Telefonzelle zu einem schmucken Bücherschrank um. Die feierliche Übergabe mit rund 100 Büchern von Krimis, Romanen und Sachbüchern bis zum Kinderbuch erfolgte dieser Tage an die Gemeinde Neudrossenfeld. FU-Ortsvorsitzende Marion Weidner strahlte dabei mit ihren Helferinnen um die Wette: "Ich wollte Danke sagen für die Aktion, die wir mit vielen Personen schaffen konnten. Danke an unseren Bürgermeister Harald Hübner, der uns dabei unterstützt hat. Danke auch dem gemeindlichen Bauhof für das Fundament und den gepflasterten Zuweg." Der wichtigste Mann bei der ganzen Aktion war aber Wilfried Weigel, ohne den die Frauen-Union die Idee des Bücherschranks hätte gar nicht verwirklichen können. "Er hat den ganzen Hühnerhaufen zusammengehalten und mit seiner Geduld und seinem Fachwissen hat er uns erklärt, wie so etwas funktionieren kann." Sven Weigel stellte seine Räumlichkeiten zur Verfügung. "Und der allerletzte Dank geht an euch, meine lieben Damen, denn ihr seid so eine coole Truppe und es hat auch so viel Spaß gemacht, das mit euch zu realisieren."
Die Jahre vorher wurden die Erlöse von der Tombola am Weihnachtsmarkt immer gespendet. In diesem Jahr hatte sich die Frauen-Union entschieden, einmal etwas aktiv zu machen. "Wir haben viel geplant, handwerklich geschliffen und lackiert und ich finde, wir können auf dieses Werk stolz sein."
FU-Kreisvorsitzende Brigitte Soziaghi freute sich über die Aktion der Neudrossenfelder Frauen-Union: "Ich finde, der Bücherschrank schaut super toll aus. Der Standort ist ideal. Wichtig ist aber auch, dass sich einmal in der Woche umgeschaut wird, ob alles in Ordnung ist."
Bürgermeister Harald Hübner verwies auf den ersten öffentlichen Bücherschrank in der Gemeinde: "Ich freue mich, dass wir diesen Bücherschrank eröffnen können. Der Dichter Jean Paul hat einmal gesagt, ein Buch lesen ist wandern gehen in fremden Welten. Er meinte also, die Bücher bringen uns intellektuell in eine andere Sphäre, lassen uns geistig reifen und ein Buch lesen, das ist oft gerade heute, was den jungen Leuten oftmals fehlt."
Werner Reißaus