Wieder ist eine wichtige Baumaßnahme der Gemeinde Weißenbrunn weitgehend abgeschlossen. Sie beinhaltet den Neubau des Pumpwerks Reuth, den Neubau von einer circa 1,5 Kilometer langen Wasserleitung vom Pumpwerk Reuth nach Eichenbühl sowie die Anbindung der Einzelanwesen Ober-, Unter-, Neutennig und Buch sowie den Umbau des Hochbehälters Eichenbühl. Es muss noch die Straße asphaltiert werden. Zur Verzögerung kam es, weil man in Absprache mit der Feuerwehr noch ein Notstromaggregat zur ursprünglichen Planung dazunahm, dessen Auslieferung sich aber bis heute verzögert. Bei einer Baubegehung ließ Bürgermeister Egon Herrmann (SPD) die Entwicklung nochmals kurz zusammengefasst Revue passieren.
Aufgrund der Trübungswerte der Trinkwasseranalysen forderte das Gesundheitsamt Kronach eine Lösung für die Wasserversorgung in Eichenbühl bis Ende 2015. Am 25. Juni 2014 hat die Verbandsversammlung des Zweckverbandes zur Wasserversorgung der Eichenbühler Gruppe einen Antrag an die Mitgliedsgemeinde Weißenbrunn gestellt, baldmöglichst die Weißenbrunner Teile des Verbandsgebietes an die Wasserversorgung Weißenbrunn anzuschließen. Der Gemeinderat Weißenbrunn hat daraufhin am 29. Juli 2014 diesem Antrag entsprochen und den Beschluss gefasst, das Weißenbrunner Verbandsgebiet des Zweckverbandes zur Wasserversorgung der Eichenbühler Gruppe an die Wasserversorgung Weißenbrunn über das Ortsnetz Reuth anzuschließen. Aufgrund umfangreicher Planungen und der erforderlichen Entscheidungsfindungen im Gemeinderat traten zeitliche Verzögerungen auf. Aus diesen Gründen verlängerte das Gesundheitsamt die Frist bis Ende 2016. Im Mai dieses Jahres konnte mit der Baumaßnahme begonnen werden. Voraussetzung für die Realisierung war, dass die Versorgungssicherheit für die Ortschaft Eichenbühl sowie die Weiler Neutennig, Untertennig, Obertennig und Buch sichergestellt und eine ausreichende Löschwasserversorgung gewährleistet werden kann. In der Gemeinderatssitzung am 27. Januar 2015 wurde vom planenden Ingenieurbüro eine Versorgungsvariante vorgestellt, die einen Anschluss über Reuth mit Leitungsbau nach Eichenbühl und dem Bau eines Pumpwerkes in Reuth vorsieht. Hierbei soll der Hochbehälter Eichenbühl weiter für Löschwasserzwecke genutzt werden. Diese Variante erwies sich für die Versorgungssicherheit mit Trinkwasser und Feuerschutz als am besten geeignet und dazu noch als wirtschaftlich günstigste Alternative, weshalb sich das Ratsgremium in der Sitzung vom 27. Januar 2015 für diese Variante entschied. Zusätzlich wird nach Abstimmung mit der Feuerwehr ein stationäres Notstromaggregat im künftigen Pumpwerk Reuth installiert. Die voraussichtlichen Gesamtkosten für Leitungsbau und Pumpwerk werden sich auf circa 695 000 Euro belaufen. eh