Rund ums Bauen ging es in der jüngsten Marktgemeinderatssitzung in Schondra. Im Zuge der Anlage des neuen Baugebietes "Heppengraben" wurde ein neuer Wasserschacht an der Straße "Am Kreßberg" gebaut. Zur Sicherung der Wasserversorgung sind darin auch Messeinrichtungen eingebaut, die eine Stromversorgung benötigen. Dafür stellte die Bayernwerk Netz GmbH einen Betrag von 2917 Euro in Rechnung, der einstimmig von den Räten genehmigt wurde.

Gemeinderat Andreas Martin (CBB) regte an, für das geplante Wasserschutzgebiet um den neuen Brunnen ein Veränderungsverbot zu erlassen.

Dass die Vermessungsarbeiten im neuen Baugebiet coronabedingt noch nicht abgeschlossen werden konnten, so dass noch keine Grundstücke verkauft werden konnten, teilte Schondras Bürgermeister Bernold Martin (CSU) auf Nachfrage von Nadine Leitsch (ABS) mit.

Bergehalle in Wasserschutzzone

Wie der Bürgermeister auf Nachfrage von Dominik Greifensteiner (FWG Schönderling) weiterhin betonte, wird in etwa drei Wochen der Bebauungsplan für das Gebiet "Am Heiligenhäuschen" in Schönderling vorliegen.

Ansonsten bestimmten Baugenehmigungen die Tagesordnung der Sitzung. Abgelehnt wurde der Antrag auf Genehmigung einer bestehenden Bergehalle und Anbau an diese Halle. Das Bauvorhaben liegt in der vorgesehenen Wasserschutzzone 2 des neuerbohrten Brunnens 3 der gemeindlichen Wasserversorgung. Die Ratsmitglieder bezweifelten eine mögliche Kontrolle der vorgesehenen Nutzung. "Wie wollen wir denn sicherstellen, dass dort keine Maschinen abgestellt werden", so ein Einwand aus dem Gremium. Kritisch wurde auch die Tatsache gesehen, dass die bestehende Halle größer als genehmigt errichtet wurde, so dass das Gremium den Antrag einstimmig ablehnte.

Bei dem Antrag auf Vorbescheid der Firma TJF-Systeme gab es drei Gegenstimmen. Die Firma plant den Neubau einer Lager- und Abstellhalle im Gewerbegebiet Schildeck II mit einer Grundfläche von 41 mal 36 Metern. Anders als im Antrag von Dezember 2020 wird der von der Gemeinde noch anzulegende Lärmschutzwall nicht tangiert; trotzdem überschreitet das geplante Gebäude noch an zwei Stellen die Baugrenze.

Halle genehmigt

Außerdem ist jetzt eine Halle geplant, während im früheren Antrag nur eine überdachte Abstellfläche für Wohnmobile vorgesehen war. Mit dem Hinweis auf den notwendigen Einbau einer Drosseleinrichtung zur Oberflächenentwässerung erteilte das Gremium das gemeindliche Einvernehmen.

In Singenrain soll eine Scheune teilweise abgebrochen und stattdessen eine landwirtschaftliche Maschinen- und Gerätehalle errichtet werden. Der Antrag wurde einstimmig angenommen.

Für die Beschaffung von Lehrerdienstgeräten aus dem Sonderbudget ist für die Grundschule Schondratal eine Gesamtsumme von 5000 Euro veranschlagt. Das Gremium erteilte dem Bürgermeister einstimmig die Ermächtigung nach genauer Festlegung der Zuschussformalitäten den Ankauf vorzunehmen.