Zwei Jahre lang sprang Alfred Kneitz als Vorstand bei den Textilwerken Kneitz in die Bresche. Er übernahm nach dem plötzlichen Tod des Alleinvorstandes Wilhelm Kneitz über Nacht die Verantwortung für das familiengeführte Unternehmen. Am Dienstagnachmittag wurde er von seiner Nachfolgerin, Vorständin Sibylla Naumann, im Rahmen einer Betriebsversammlung offiziell verabschiedet.


Jahre wie im Flug vergangen

Mit dabei war auch ein Teil der Belegschaft, Ralf-Herbert Kneitz und Egon Fraas vom Aufsichtsrat sowie Rosemarie Kneitz, die Witwe von Wilhelm Kneitz. Deren Tocher, Sybille Naumann, erinnerte daran, dass zunächst nur geplant war, dass Alfred Kneitz lediglich für knapp ein Jahr die Firma leiten sollte. "Nun sind es doch fast zwei Jahre geworden. Zwei Jahre, die für mich wie im Flug vergangen sind", sagte Naumann.
Hinsichtlich seiner Anfangsphase scherzte sie: "Gerade im Januar ist das Wasser bekanntlich sehr kalt! Du bist von jetzt auf gleich in dieses kalte Wasser gesprungen und hast sofort angefangen zu agieren." Damals gab es keinen Vorstand mehr, denn Alfred Kneitz hätte fragen können, wie man was macht, merkte die Vorständin an. Aber dafür hätte es motivierte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter gegeben, die meist eine Antwort gehabt hätten, so Naumann. "Das ist bemerkenswert und motiviert!", betonte sie.
Als Vorstand habe sich Alfred Kneitz intensiv mit Themen wie TTiP, CETA, Brexit und der Präsidentenwahl in Amerika auseinandergesetzt. Vor allem die Abgas-Affäre habe er mit Argusaugen beobachtet und verfolgt, welche Auswirkungen sie für das Textilwerke Kneitz hat.


Frischer Wind im Unternehmen

Im Tagesgeschäft sei es ihm gelungen, frischen Wind in das Unternehmen zu bringen. "Du bist der erste Vorstand, der einen Computer benutzt", sagte Nauman. Daneben sei es Alfred Kneitz aber gelungen, den traditionellen Kurs der Firma fortzusetzen und vor allem das Lebenswerk von Wilhelm Kneitz in seinem Sinne weiterzuführen. "Er ist sicherlich stolz und froh, dass das Unternehmen, so wie es von ihm und unseren Vorfahren erschaffen wurde, in Familienhand bleibt und ohne Kompromisse weitergeführt wird", sagte Sibylla Naumann. Und weiter: "Du hast uns mit Rat zur Seite gestanden und mir meinen Einstieg auch über die angedachte Zeit hinaus erleichtert." Jemand wie Alfred Kneitz an ihrer Seite zu haben, habe ihr Rückhalt und Mut gegeben.


Gemeinsam den Kurs halten

Die Vorständin dankte aber auch allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern für ihr engagiertes Arbeiten und ihre Geduld, sich mit den immer neuen Herausforderungen, die das Firmenleben mit sich bringt, auseinanderzusetzen: "Ich freue mich auf weiterhin viele Jahre, in denen wir gemeinsam die Firma Wilhelm Kneitz auf Kurs halten", sagte sie abschließend.
Dankesworte sprachen außerdem noch Egon Fraas als Vorsitzender des Aufsichtsrates und Prokurist Fulvio Bifano für alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Alfred Kneitz dankte für das ihm entgegengebrachte Vertrauen und allen Mitarbeiterin für die Unterstützung und auch seiner Ehefrau Elke. Kneitz sagte abschließend: "Ich bin stolz darauf, einen kleinen Schritt des Weges der Firma Kneitz mitgegegangen zu sein."