Gestiegene Kosten und schwache Umsätze setzen dem Einzelhandelsriesen schwer zu. Nun ist auch die Zukunft seiner fast ein Dutzend Standorte in Franken gefährdet.
Wie geht es für die traditionsreiche deutsche Spielwarenkette "Rofu Kinderland" mit Sitz in Hoppstädten-Weiersbach (Rheinland-Pfalz) weiter? Seit über 40 Jahren ist das Unternehmen im Spielwarenhandel aktiv und bietet heute neben Artikeln bekannter Marken wie Lego, Playmobil oder Schleich unter anderem auch Gesellschaftsspiele, Kinderbücher, Schreibwaren, Faschingszubehör und Deko-Artikel an.
Nach eigenen Angaben betreibt Rofu aktuell insgesamt 104 Filialen in sieben Bundesländern. In Franken ist der Spielwarenhändler laut Webseite an den folgenden elf Standorten vertreten:
Oberfranken
- Bayreuth
- Dörfles-Esbach (Kreis Coburg)
- Kulmbach
- Marktredwitz
Mittelfranken
Unterfranken
- Goldbach (Kreis Aschaffenburg)
- Kitzingen
- Mömlingen (Kreis Miltenberg)
- Schweinfurt
Aktuell sieht sich die Firma Rofu zunehmend mit wirtschaftlichen Herausforderungen konfrontiert. Deshalb haben die Verantwortlichen nun die Reißleine gezogen. Wie der Einzelhandelsriese am Donnerstag (22. Januar 2026) auf Nachfrage von inFranken.de mitteilt, hat sich das Unternehmen dazu entschieden, ein Sanierungsverfahren in Eigenverwaltung einzuleiten.
Insolvenz in Eigenverwaltung: Spielwarenhändler Rofu Kinderland strebt "umfassende Neuausrichtung" an
Als Gründe für diesen Schritt nennt der Spielwarenhändler "ein schwaches Weihnachtsgeschäft, anhaltende Konsumzurückhaltung, gestiegene Kosten in der gesamten Wertschöpfungskette sowie einen intensiveren Wettbewerb". Diese Gesamtsituation habe die finanzielle Lage zuletzt zunehmend belastet. Durch die Insolvenz in Eigenverwaltung wolle sich Rofu im Zuge einer "umfassenden strategischen Neuausrichtung" nun "konsequent auf die aktuellen Herausforderungen im Nonfood-Handel ausrichten". Ziel des Sanierungsverfahrens ist es demnach, "das Unternehmen zukunftsfähig aufzustellen und langfristig zu erhalten".