Leck bei Güterschiff auf Main-Donau-Kanal im Kreis Forchheim
Feuerwehrleute pumpen an der Schleuse Hausen (Kreis Forchheim) Wasser aus einem Schiff auf dem Main-Donau-Kanal. Durch ein Leck lief der Maschinenraum des Güterschiffs voll mit Wasser.
Die Einsatzkräfte müssen im Kreis Forchheim wegen eines Schiffs auf dem Main-Donau-Kanal ausrücken. Offenbar gibt es ein Leck. Wie konnte es dazu kommen?
Ein Wassereinbruch an einem Güterschiff auf dem Main-Donau-Kanal hat am Donnerstagmittag (22. Januar 2026) gegen 12 Uhr an der Schleuse Hausen (Kreis Forchheim) einen Einsatz von Rettungskräften ausgelöst. Ersten Erkenntnissen zufolge liege vermutlich ein technischer Defekt an der Ruderanlage vor, erklärte der Leiter der Wasserschutzpolizei Bamberg. Demnach sei das Ruder offenbar für kurze Zeit außer Funktion gewesen, sodass das Schiff mit dem Heck an der Steuerbordseite gegen das Ufer oder die Böschung prallte sei. Dadurch sei Wasser auf Höhe des Maschinenraums in das Schiff eingedrungen.
Die genaue Schadstelle ist nach Angaben der Einsatzkräfte noch unklar. Vermutet wird ein Leck im Bereich der Propellerwellen oder am Übergang vom Rumpf zum Kiel. Dort könnte die Bordwand beschädigt worden sein.
Main-Donau-Kanal für Schiffsverkehr gesperrt- Taucher sollen Leck finden
"Also als wir eingetroffen sind, war der Maschinenraum deutlich mit Wasser gefüllt", sagte der Leiter der Wasserschutzpolizei Bamberg. "Wir konnten nur mit Gummistiefeln da unten rumlaufen."
Das Wasser musste von der Feuerwehr aus dem Schiff gepumpt werden, zudem wurde eine Ölsperre um das Schiff gelegt. Rettungstaucher sollten anschließend das Leck unter Wasser orten und abdichten. Das Schiff ist den Angaben zufolge 105 Meter lang und hatte Rollgebinden geladen. Der Main-Donau-Kanals musste zwischenzeitlich für den Schiffsverkehr gesperrt werden. Ersten Schätzungen zufolge könnte der Schaden im hohen fünfstelligen Bereich liegen. Insgesamt waren rund 100 Einsatzkräfte vor Ort.
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