von unserem Mitarbeiter Klaus-Peter Wulf

Kupferberg — Einstimmig hat der Stadtrat Kupferberg am Dienstagabend den Erstanschluss des Ortsteiles Alte Schmölz sowie die Verbesserung der Trinkwasserversorgung Kupferberg durch eine Anbindung an den Markt Stammbach beschlossen. Die voraussichtlichen Kosten vom Übergabeschacht der Stammbacher Wasserversorgung in Gundlitz bis zur Alten Schmölz betragen rund 333 000 Euro und die Weiterführung bis zum Hochbehälter Galgenberg verschlingt nochmals 207 000 Euro. Zusätzlich sind noch 60 000 Euro an Nebenkosten zu kalkulieren, sodass sich die Gesamtkosten auf rund 600 000 Euro summieren. Die Förderung für den Erstanschluss der Schmölz beträgt 127 5000 Euro, sodass 475 000 Euro von der Stadt Kupferberg zu tragen sind. Diese Summe müssen die Haus- und Grundstücksbesitzer durch Erstbeträge (Alte Schmölz) sowie Verbesserungsbeiträge aufbringen. Zweiter Bürgermeister Alfred Kolenda (UKW) sicherte zu, dass diese verträglich für die Bürger ausfallen. Die VG-Verwaltung wird nun den Förderantrag für den Erstanschluss der Alten Schmölz bei der Regierung von Oberfranken einreichen.


Sanierung des Rathauses

Der Freistaat Bayern hat ein neues "Kommunales Investitionsprogramm" (KIP) für finanzschwache Gemeinden im Freistaat aufgelegt, von dem auch gerne die Stadt Kupferberg profitieren möchte. Der Stadtrat war sich am Dienstagabend einig, hierfür die energetische Sanierung des Rathauses (Heizung, Fenster) anzumelden. Im Zuge des Umbaus soll auch Barrierefreiheit geschaffen werden. Der Förderantrag für das KIP-Programm ist bis zum 15. Februar 2016 zu stellen. Außerdem soll das Architekturbüro Harald Schramm beauftragt werden, die Verwaltung bei der Prüfung und Beantragung zu unterstützen. Zudem wird die Beauftragung eines Energieberaters für erforderlich gehalten. Es sind daher entsprechende Angebote einzuholen.
Einverstanden zeigte sich der Stadtrat auch mit dem Vorschlag Alfred Kolendas, das Gespräch mit dem Abteilungsleiter Oberfranken-Ost vom Amt für Ländliche Entwicklung, Lothar Winkler, zu suchen und ihn nach Kupferberg einzuladen, um bei einem Ortstermin abzuklopfen, welche Förderungen bei anstehenden Sanierungsprojekten möglich sind.
Die Stadt Kupferberg hat, wie Kolenda mitteilte, für das Jahr 2015 eine weitere Stabilitätshilfe in Höhe von 300 000 Euro erhalten. Der Zweite Bürgermeister sprach von einem bedeutenden Betrag, über deren Gewährung die kleine Bergstadt froh sein kann.


Flexible Grundschule

Kolenda berichtete seinen Ratskollegen aus der Sitzung des Grundschulverbandes Untersteinach-Ludwigschorgast. Rektorin Ursula Schröppel berichtete über die sogenannte "flexible Grundschule". Durch dieses Modell könnten ab dem Schuljahr 2016/2017 die kleineren Klassenverbände (wie die bestehenden Kombiklassen der Jahrgänge 1 und 2) bestehen bleiben. Kolenda sagte hierzu: "Damit ist eine individuelle Förderung einzelner oder mehrerer Kinder möglich." Der Stadtrat stimmte einmütig - wie bereits das Lehrerkollegium und der Elternbeirat - zu, dass "flexible Grundschulklassen" der Jahrgangsstufen 1 und 2 gebildet werden.
Zur Kenntnis nahm der Kupferberger Stadtrat das Schreiben des Regionalen Planungsverbandes Oberfranken-Ost zum Thema "Verkehr". Seitens der Stadt Kupferberg wird in diesem Zusammenhang gefordert, dass sich für die kleine Bergstadt die Verkehrsanbindung an den ÖPNV nicht verschlechtern darf. Die Stadt Kupferberg ist zudem bemüht, die Schülerbeförderung vom Bahnhof Ludwigschorgast hinauf nach Kupferberg befriedigend zu regeln.


Rasenplatz wird erneuert

Bekannt gab der Zweite Bürgermeister auch die Vorhaben des 1. FC Kupferberg. Der Verein will seinen Rasenplatz erneuern und den Trainingsplatz an der Stadthalle mit einem Kunstrasen ausstatten.
Riesig freute sich Kolenda darüber, dass Karl-Heinz Mertel über 900 Euro für die Kriegsgräberfürsorge gesammelt hat.