Bei der jüngsten Gemeinderatssitzung im Obergeschoss des Sportheimes des FC Marktgraitz teilte Bürgermeister Jochen Partheymüller den Gemeinderäten mit, dass es mit dem Busunternehmen Deuber und dem Kreisbauhof Lichtenfels einen Ortstermin am "Kirchweihplatz" gegeben hätte. Dabei sei erörtert worden, welche Möglichkeiten es für eine Bushaltestelle gibt. Es seien mehrere Alternativen mit einem Busfahrzeug ausprobiert worden.

Die Haltestelle werde barrierefrei sein, was wiederum bedeute, dass ein 18 Zentimeter hoher Einstieg angelegt werden müsse. Hinter diesem Einstieg werde ein Buswartehäuschen gebaut. Auf welcher Seite des Platzes das Ganze angelegt wird, sei noch nicht sicher. Die Fläche, auf der sich Busse bewegen, solle asphaltiert werden. Die sonstige Ausgestaltung des Platzes sollte mit einer möglichst attraktiven Bepflanzung und kaum weiterer Versiegelung geschehen.

Auf Anfrage von Matthias Partheymüller (FW), was mit den Abfall- und Glascontainern geschehe, meinte der Bürgermeister, dass dafür eine andere Lösung gesucht werden müsse.

Anton Hügerich (FW) schlug vor, das neue Wartehaus mit einer Beleuchtung auszustatten, was in der dunklen Jahreszeit zusätzlichen Schutz und Sicherheit besonders für Kinder biete. Dies nahm Jochen Partheymüller auf.

Versammlung zum Dorfladen

Auch beim angestrebten Dorfladen geht es weiter. So findet am morgigen Mittwoch ab 18 Uhr in der Turnhalle eine weitere Infoveranstaltung in Richtung einer Gründungsversammlung statt.

Die Corona-Pandemie habe gezeigt, sagte Bürgermeister Partheymüller, wie wichtig kurze Wege beim Einkauf von alltäglichen Lebensmitteln sein können. Der Landkreis wolle die Umsetzung von Dorfläden unterstützen. Bei einem Workshop von Dorfladenplanern im Landkreis habe sich herauskristallisiert, dass ein Netzwerk der Lieferanten und Vermarkter aufgebaut werden soll. Diese hätten sich fast alle bereiterklärt, zu liefern.

Nicht so gravierend wie im letzten Jahr oder im Haushalt kalkuliert war das Defizit der Kindertagesstätte St. Michael für das Kindergartenjahr 2019/2020. Die Abrechnung weist einen Fehlbetrag von 12 008,22 Euro aus, wovon der Markt Marktgraitz 75 Prozent, also 9006,17 Euro, zu tragen hat. Im Juli 2019 war noch mit einem Defizit von knapp 20 000 Euro gerechnet worden.

Keine Beanstandungen gab es gegen das Maßnahmenprogramm des Landschaftspflegeverbandes des Landkreises Lichtenfels für den Markt Marktgraitz. Die vorgeschlagenen Maßnahmen werden mit staatlichen Mitteln bis zu 90 Prozent bezuschusst. Der Anteil des Marktes Markgraitz beträgt 854,30 Euro. Das Programm wurde einstimmig befürwortet.

Keine Einwände gab es auch gegen den Bauantrag von Pascal und Julia Geßlein für den Neubau eines Einfamilienhauses und einer Doppelgarage in der Gemarkung Marktgraitz.

Die Möglichkeiten der Breitbandversorgung nach der aktuellen bayerischen Gigabit-Förderrichtlinie erläuterte Siegbert Reuther von Reuther NetConsulting Bad Staffelstein. Glasfaser sei mehr als nur noch schnelleres Internet, erklärte er. Es spiele auch wirtschaftlich eine immer größere Rolle. Die Corona-Pandemie habe dies gezeigt. Arbeiten im Home-Office oder Home-Scooling würden immer mehr an Bedeutung gewinnen.

Ziel sei es, Privathaushalte mit bis zu 100 MBit/s und Gewerbebetriebe mit bis zu 200 MBit/s. auszustatten. Immerhin betrage der Fördersatz 90 Prozent - maximal 7500 Euro - je Adresse. Auch Schulen und Rathäuser würden davon profitieren.

Zwar wurde von den Gemeinderäten keine Entscheidung dazu getroffen, dennoch zeigten sich alle von Siegberts Reuthers Ausführungen sehr angetan.

Schwimmunterricht möglich

Bürgermeister Partheymüller gab noch bekannt, dass sich auf Nachfrage im Gesundheitsamt Lichtenfels ergeben habe, dass das Hallenbad für Schwimmunterricht genutzt werden könne. Dies sei laut der siebten Fortschreibung der Infektionsschutzmaßnahmenverordnung möglich. Danach könnten 35 Personen das Bad gleichzeitig nutzen.