Waldarbeit ist eine nicht ungefährliche Tätigkeit. Sicherheit wird daher bei den Waldbauern groß geschrieben. Auf dem Sicherheits-Infotag der Waldbesitzervereinigung (WBV) Kreuzberg auf dem Parkplatz des Roppelt-Kellers in Stiebarlimbach konnten sich Waldbauern umfassend über Möglichkeiten informieren, um Gefahren bei der Waldarbeit zu minimieren.

"25 Tote bei Waldunfällen in 2017 und zehn Todesfälle in 2018 gab es allein in Bayern", verdeutlichte Martin Thoma von der Sozialversicherung für Landwirtschaft, Forsten und Gartenbau. Er war auf Einladung der WBV-Kreuzberg nach Stiebarlimbach gekommen und zeigte anhand von praktischen Beispielen den sicheren Umgang mit dem Fällkeil. "Die meisten schweren Unfälle passieren beim Fällen", erläuterte der Experte. Als weitere Ehrengäste hieß WBV-Vorsitzender Bernhard Roppelt Bürgermeister Torsten Gunselmann, Landtagsabgeordneten Michael Hofmann und den Revierförster und forstlichen Berater der WBV, Matthias Jessen willkommen. Zudem stellt er den neuen Geschäftsführer der Forstwirtschaftliche Vereinigung Oberfranken (FVO), Jörg Ermert, vor. Über die Standorte der Rettungspunkte in der Region informierten die "Helfer vor Ort". Ganz besonders wichtig zur Prävention ist die persönliche Schutzausrüstung (PSA) bei der Waldarbeit. Beim Info- und Schautag konnten verschiedene Modelle von hochwertiger und moderner Schutzbekleidung begutachtet werden.

Aufwärmen am Ofen

Ein Stand zur PEFC-Zertifizierung zeigte die Standards und worauf der Waldbesitzer besonders achten muss, um gute Preise für sein Holz zu erzielen. Auf reges Interesse stießen aber auch die vorgeführten Maschinen, darunter waren auch ein Säge-Spalt-Automat und eine große Fräse. Aufwärmen konnten sich die Waldbauern bei Fachvorträgen in der Kellerhalle oder an einem Informationsstand, wo innovative holzbefeuerte Öfen präsentiert wurden. erl