Die VR-Bank Erlangen-Höchstadt-Herzogenaurach übergab an ihrem alljährlichen Benefizkonzert nun schon zum elften Mal einer gemeinnützigen Organisation ein VR-Mobil: einen VW "take up!" im Wert von 12 000 Euro. In diesem Jahr ging das "Engagement auf vier Rädern" an den Hospiz-Verein Erlangen, der in einem öffentlichen Online-Voting ganz vorne gelandet war. Über den VR-Mobil-Kinderbus - ein handgeschobenes Gefährt mit Platz für sechs Kinder und einem Wert von 3000 Euro - konnte sich die Kindertagesstätte "Hand in Hand" in Hemhofen freuen.

Inge Schwemmle, die Vorsitzende des Hospizvereins, erläuterte den Konzertbesuchern, warum gerade auch eine stationäre Einrichtung mobil sein müsse: "Sicher können Sie sich vorstellen, dass viele Todkranke in der letzten Lebensphase am liebsten zu Hause betreut werden wollen." Über die "immense Antriebskraft auf vier Rädern" zeigte sich auch die Zweite Vorsitzende Marion Pliszewski erfreut, hatte sie doch eine außergewöhnliche Bewerbung für das VR-Mobil eingereicht, stellvertretend für 120 aktive Ehrenamtliche, die eine angemessene Lebensqualität sterbender Menschen ermöglichen wollen.

Empathie zeigen - das beabsichtigten die 15 Auszubildenden der VR-Bank mit der zusätzlichen Übergabe eines VR-Mobil-Kinderbusses an die Kindertagesstätte "Hand in Hand" in Hemhofen. Die Leiterin der Kinderkrippe Susan Kübrich und ihre Stellvertreterin Tina Heilmann zeigten sich hocherfreut, nun noch mehr Naturerlebnisse ansteuern zu können.

Fulminantes Konzerterlebnis

Aber nicht nur die VR-Mobil-Empfänger, sondern auch die Konzertbesucher kamen auf ihre Kosten: Ein fast dreistündiges Konzertprogramm versetzte quasi das legendäre "Last night of the proms"-Concert aus der Londoner Royal Albert Hall kurzerhand nach Erlangen. Damit das britische Konzerterlebnis derart gelingen konnte, kamen vier vortreffliche Komponenten zusammen: Als Qualitätsgarant sind die Hofer Symphoniker zu sehen, die auf Einladung der Bank das Erlanger Publikum bereits zum achten Mal von ihrer musikalischen Bandbreite zu überzeugen wussten. Ein hochwertiges Programm, das seinen abwechslungsreichen Bogen von Klassik über Musical bis hin zu Filmmusik spannte - angefangen bei der Jubel-Ouvertüre von Carl Maria von Weber über Lehárs Potpourri aus der Operette "Die lustige Witwe" bis zu "The impossible dream" aus "Der Mann von La Mancha". Die Kombination zweier vortrefflicher Solisten - der amerikanische Tenor Randall Bills sowie der schottische Bariton Richard Morrison -, die für ihre Duette euphorischen Applaus bekamen.

Und schließlich der charismatische Engländer Russell N. Harris, in dessen Händen nicht nur der Taktstock, sondern auch das Mikrofon für die Moderation bestens aufgehoben war: Der eine oder andere humorvolle Seitenhieb auf seine Landsleute anlässlich des bevorstehenden "bloody brexit" amüsierte das Publikum und sorgte für einen außergewöhnlichen Mix aus professionellem Kunstgenuss und spaßvollem Entertainment.

Bei "Rule Britannia" oder beim obligatorischen "Radetzky-Marsch" konnte das Publikum mitsingen, mitklatschen oder Flyer schwenken. Gabriele Stiefler