In seinem Vortrag erläuterte Ralf Schwarz von der Firma Bayernwerk die Umrüstung der Straßenbeleuchtung. So sind im Gemeindegebiet derzeit 641 Leuchten in Betrieb, darunter bereits 92 LED-Leuchten. Wie Bürgermeister Horst Rehder (BB) erklärte, sei der Anlass für die Umrüstung der große 5-jährige Wartungsturnus der Straßenbeleuchtung.

"Bei einer Umrüstung der Straßenbeleuchtungsanlage auf die energieeffiziente LED-Technik entstehen im Rahmen des Wartungsturnus Synergieeffekte für die Gemeinde", erklärte der Bürgermeister. Die Vorteile einer Umrüstung würden überwiegen. So würde der Strombedarf ebenso wie der Wartungsaufwand und der CO2-Ausstoß deutlich verringert werden.

Stromkosten reduzieren sich

Die von Schwarz erläuterte Beispielrechnung für 549 betroffene gemeindliche Brennstellen ergibt bei einem Strompreis von 22 ct/kWh folgenden Vergleich. Die bisherigen HSE-Leuchten verbrauchen 180 386 kWh Strom und verursachen jährliche Stromkosten in Höhe von nahezu 40 000 Euro brutto.

Nach der Umrüstung auf die LED-Technik reduziert sich der Verbrauch auf 47 050 kWh. Damit reduzierten sich die jährlichen Stromkosten auf rund 10  500 Euro brutto.

Somit könnten rund 133 000 kWh eingespart werden. Das würde außerdem zu einer C02-Einsparung von 71,4 Tonnen und zu eingesparten Stromkosten in Höhe von etwa 29 300 Euro brutto jährlich führen.

Die einmaligen Investitionskosten betragen unter Berücksichtigung des wartungsbedingten Nachlasses rund 180 500 Euro brutto. Die Amortisationszeit läge bei etwa 6,2 Jahren.

Das Bayernwerk bietet der Gemeinde zudem an, die Umrüstung der Gesamtanlage im Rahmen eines Energiespar-Contracting-Vertrages zu vereinbaren. Darüber übernähme die Firma die Investitionskosten, wodurch der gemeindliche Vermögenshaushalt nicht belastet würde.

In diesem Fall zahlt Heßdorf die Investitionskosten in 76 monatlichen Raten an das Bayernwerk zurück. Nach Abschluss der Ratenzahlung käme die Kosteneinsparung in voller Höhe der Gemeinde zugute.

Rechnung erst nächstes Jahr

Die Umrüstung kann vor der nächsten dunklen Jahreszeit abgeschlossen werden. Als zweite Möglichkeit bot Schwarz an, die Rechnung erst im kommenden Jahr zu stellen. Bei der nächsten Sitzung wird der Gemeinderat über die Zahlungsmodalitäten entscheiden.Dann wird auch der Vertrag vorliegen. Sae