"Sommer, Sonne und das unbeschreibliche Gefühl, mit seiner Blutspende bis zu drei Menschenleben gerettet zu haben" - BRK-Kreisgeschäftsführer Roland Beierwaltes und BRK-Ehrenvorsitzender Heinz Köhler fanden im Gasthaus Löffler in Windheim viele Worte des Lobes für die treuen Blutspender, die 25, 50, 75, 100, 125 und sogar - so wie Peter Seidel aus Pressig - 150 Mal ihren wertvollen Lebenssaft Erkrankten oder Unfallopfern zur Verfügung gestellt hatten. Ihnen allen dankten sie für ihre uneigennützige Hilfe. Sie dürften sich sicher sein, mit ihrer Spende vielen Menschen in Not zu helfen.

"Blut ist ein besonderer Saft, der nicht künstlich herstellbar ist", erläuterte Köhler dessen immense Bedeutung für die Medizin. Nicht "nur" bei Unfällen, sondern insbesondere auch bei der Behandlung von Krebserkrankungen spiele das Blut eine lebensrettende Rolle. Wenngleich diese es vielleicht nicht so empfänden, könne man die Blutspender daher vollkommen zu Recht als "Helden unserer Zeit" bezeichnen.

An alle Geehrten appellierte er, ihre Mitmenschen auf die Wichtigkeit des Blutspendens hinzuweisen. Die Anzahl der Menschen, die bei gravierenden gesundheitlichen Problemen beziehungsweise in Notsituationen auf derartige Hilfe angewiesen seien, erhöhe sich insbesondere in den Sommermonaten.

Sein weiterer Dank galt den unverzichtbaren tüchtigen Helfern bei den Blutspendeterminen. Diese sei oftmals bei den Terminen lange im Einsatz - und das vollkommen ehrenamtlich.

Die Ehrungen wurden von Köhler und Beierwaltes zusammen mit BRK-Ehrenamtsmanager Ralf Schmidt vorgenommen. Die Geehrten wurden mit Anstecknadeln, Urkunden sowie Rotkreuz-Dosen bedacht. Die Notfalldose ist für jedermann gedacht - insbesondere für Alleinstehende, die Medikamente einnehmen oder Vorerkrankungen haben. In dem kleinen Behältnis befindet sich ein Zettel, auf dem alle relevanten Informationen für den Arzt und den Rettungsdienst eingetragen werden können. Aufbewahrt wird die Dose im Kühlschrank. Mit einem gemeinsamen Abendessen klang die Feierstunde aus.

Rund 5000 Blutkonserven

Im vergangenen Jahr spendeten im Landkreis Kronach 2318 Spender insgesamt rund 5000 Blutkonserven. Dies entspricht einem Anteil von 10,3 Prozent der Landkreisbevölkerung, womit man in Bayern unter den Top Ten liegt. Das Durchschnittsalter der Spender beträgt 43,5 Jahre. Ziel ist es daher, neue - gerade auch junge - Spender zu gewinnen.

Folgende Blutspender wurden ausgezeichnet:

25 Mal: Birgit Vieweg (Ludwigsstadt), Waltraud Völk, Christian Grebner, Monika Wachter, Jürgen Jungkunz (alle Pressig), Christoph Beetz, Sven Hofmann, Jürgen Hannecke (alle Stockheim), Anja Pabstmann (Tettau), Christian Löffler, Andrea Russ, Gerd Karschunke, Markus Neubauer (alle Steinbach/Wald), Birgit Jakobi, Stefanie Dauer (beide Kronach).

50 Mal: Irene Kopp, Uwe Zwosta (beide Pressig), Clemens Neubauer, Rainer Fehn, Julia Yürük (Steinbach/Wald), Siegbert Trebes (Reichenbach), Stilla Fehn (Teuschnitz), Gunther Dressel (Stockheim).

75 Mal: Birgit Förtsch (Pressig), Anita Kreul, Klaus Tögel (beide Stockheim), Gerhard Neubauer, Kathrin Kober-Fehn (beide Steinbach/Wald), Matthias Hähnlein (Teuschnitz).

100 Mal: Cornelia Renk (Pressig), Bettina Karl (Stockheim), Helmut Nemitz, Jürgen Neubauer (beide Steinbach/Wald), Michael Hohenadel (Kronach).

125 Mal: Bernd Wagner (Tettau), Michael Richter (Steinbach/Wald), Joachim Held (Stockheim).

150 Mal: Peter Seidel (Pressig). hs