"Wir konnten eine große Anzahl von Projekten zu Ende bringen. Die durchgeführten Tätigkeiten und Veranstaltungen waren umfangreich und oftmals aufwendiger als anfangs gedacht." Mit diesen Worten fasste der stellvertretende Hauptvorsitzende des Frankenwaldvereins (Sitz Naila), Josef Daum aus Nordhalben, das Geschehen im vergangenen Jahr 2015 zusammen.
Die für alle Beteiligten arbeitsreichste und schwierigste Maßnahme sei dabei das Projekt "Qualitätsregion Wanderbares Deutschland - Der Frankenwald" gewesen. In mühevoller Kleinarbeit sei die Zertifizierung - im Zusammenwirken mit dem Tourismus Service Center und Naturpark - als erste Region in Bayern geschafft worden.
Dankbar zeigte sich Daum gegenüber Björn Stumpf aus Schnaid, der seit 1. März vorübergehend die Geschäftsstelle betreut. In seinem Bericht über die Aktivitäten des 10 628 Mitglieder (Stand 31. Dezember 2015) zählenden Vereins bezeichnete Josef Daum als neue Aushängeschilder den Fern-Rundwanderweg mit einer Länge von 242 Kilometer sowie die 32 geschaffenen Frankenwald-Steigla. Allein für Markierungsarbeiten seien weit über 10.000 Stunden geleistet worden. "Auch wenn nicht alles ohne Probleme abgegangen ist, dürfen wir stolz auf das Erreichte sein".
Daum erinnerte unter anderem an den von der Ortsgruppe Kronach glänzend vorbereitenden Frankenwald-Advent. 45 Ortsgruppen mit rund 800 Wandern seien zur Sternwanderung auf die Radspitzalm gekommen. Hier sei die OG Seibelsdorf ein hervorragender Gastgeber gewesen. Schoger war es auch, der eine abwechslungsreiche siebentägige Kulturreise ins Elsass organisiert hatte. Besondere Wege sei die OG Wallenfels bei der Gestaltung der Herbstwanderung gegangen. Neu war hierbei, dass vor Ort zwei geführte Wanderungen und eine Märchenwanderung für Kinder angeboten wurden.
Nicht unerwähnt ließ der Redner die Reaktivierung der Köhlerei mit der Neugestaltung einer Stätte in der Thiemitz. Hier seien mit einem Kostenaufwand von 154 000 Euro neben der Renovierung der Köhlerhütte und der Erneuerung des Meilerplatzes weitere Anschaffungen getätigt wurden.
Bedauern musste Josef Daum, dass einige Ortsgruppen mit personellen Problemen zu kämpfen hätten. Besonders beträfe dies die Besetzung der Wegewarte.
Hauptkassier Karl Schaller (Naila) informierte mit Freude, dass das Vermögen gesteigert werden konnte. Dies sei vor allem auf die hohen Zuschüsse wegen des Projekts der "Qualitätsregion" zurückzuführen. Die Prüfer Wolfgang Gluth und Dieter Krantz bescheinigten eine präzise und korrekte Führung der Finanzen.
Genehmigt wurde der vom Kassier vorgetragene Haushaltsplan. Bei "Verschiedenes" sprach Michael Pöhnlein (Nordhalben) fehlende Ausflugslokale an. Besonders erwähnte er dabei das Forsthaus Langenau. Er bat den Frankenwaldverein sich hier zu engagieren. Bedauert wurde von einem Vertreter die fehlende Jugendgruppe. "Wir sind hier verzweifelt auf der Suche nach einer Lösung", gab Josef Daum zur Auskunft.
Grußworte sprachen Karlheinz Deuerling als Obmann der gastgebenden Ortsgruppe Nurn und Landrats-Stellvertreter und Bürgermeister Gerhard Wunder. Wunder betonte, dass der Frankenwaldverein einen wertvollen Beitrag für die Region, ihre Bürger und deren Gäste leiste. Er verrichte unbezahlbare Dienste, pflege das Kulturgut, stehe für Heimat, Tradition und Fortschritt.
Die Weitergabe des Wimpels für die kommenden zwölf Monate erfolgte an den Obmann der Ortsgruppe Nurn, Karlheinz Deuerling. Dieser erhielt zudem die Goldene Ehrennadel des Frankenwaldvereins. Zu den mitgliederstärksten Ortsgruppen zählen die beiden Ortsgruppen aus Wallenfels (393) und Seibelsdorf (362).