Knapp 7,5 Millionen Euro schwer ist der Haushalt 2021, den der Gemeinderat in seiner jüngsten Sitzung einstimmig auf den Weg gebracht hat. Damit ist das Volumen zum Vorjahr um rund 400 000 Euro gestiegen. Auf den Verwaltungshaushalt entfallen 4,446 Millionen Euro, auf den Vermögenshaushalt 3,008 Millionen Euro.

Zur Finanzierung des Vermögenshaushalts ist eine Kreditaufnahme von einer Million Euro notwendig. Bürgermeister Alexander Wunderlich (CSU) sprach von einem Spagat zwischen Wirtschaftlichkeit und Finanzierbarkeit. Man habe einige Projekte angestoßen, um zukunftsfähig zu bleiben.

Ein Lob bekam Kämmerin Lisa Schoberth - von den Fraktionssprechern und vom Bürgermeister: "Es ist nicht immer eine leichte Aufgabe, allen Wünschen zu entsprechen."

Trotz der Pandemie und der damit einhergehenden Probleme und Schwierigkeiten könne man in vielen Bereichen investieren. Wunderlich nannte die innerörtliche Entwicklung sowie die Baugebiete für Wohnhäuser und Gewerbe. "Wir freuen uns, dass die freiwilligen Zuschüsse in einer Höhe von 10 300 Euro an unsere Vereine weiter gewährt werden können, denn sie leisten eine unverzichtbare Arbeit", so das Gemeindeoberhaupt.

Hebesätze unverändert

Den größten Ausgabenposten bildet die Kreisumlage mit 1,272 Millionen Euro. Für den Brandschutz sind 49 550 Euro im Verwaltungshaushalt bereitgestellt. Die Personalkosten belaufen sich auf knapp 1,1 Millionen Euro, das sind knapp 25 Prozent des Verwaltungshaushalts. Für das gesamte Schulwesen sind 276 000 Euro eingeplant, 88 800 Euro gehen als Umlage an den DDM-Zweckverband, und für die Kindertagesstätten sind ein Personalkostenzuschuss von 830 000 Euro und ein Beitragszuschuss der Eltern von 88 800 Euro vorgesehen. Erstmals sind auch Kosten von 30 000 Euro für die Anmietung von Containern an der Kita enthalten. Stolze 40 000 Euro sind für Baumpflegemaßnahmen und weitere Ersatzpflanzungen eingeplant.

Unverändert bleiben die Hebesätze. Hier werden folgende Einnahmen erwartet: Grundsteuer A 16 000 Euro; Grundsteuer B 247 000 Euro und Gewerbesteuer 425 000 Euro. Beim Anteil an der Einkommensteuer rechnet Neuenmarkt mit Einnahmen von 1,45 Millionen Euro. Mit einer Zuführung von 20 361 Euro wird die Mindestzuführung an den Vermögenshaushalt erreicht.

Im Vermögenshaushalt sind folgende größere Investitionsmaßnahmen geplant: Erschließung Gewerbegebiet "Wirsberger Straße", 767 000 Euro; Erwerb von Grundstücken, 979 000 Euro; Restarbeiten in der Laubenstraße, 130 000 Euro; Bepflanzung von Ausgleichsflächen, 100 000 Euro; Kostenbeteiligung Sanierung Bahnhofsgebäude, 100 000 Euro; Umsetzung von Maßnahmen im EDV-Bereich, 83 600 Euro; Glasfaseranschluss Rathaus, 39 100 Euro; Planungskosten Hochwasserschutz/Umgehungskanal, 187 000 Euro; Ausstattung Feuerwehren, 35 000 Euro; Erstellung Integriertes Städtebauliches Entwicklungskonzept, 50 000 Euro; Umgestaltung Friedhof und neue Urnenstele, 27 800 Euro; Spielplätze, 60 000 Euro; Fugensanierung Rathausplatz, 25 000 Euro.

Bürgermeister Alexander Wunderlich gab noch die Zahlen für den Wirtschaftsplan 2021 der Gemeindewerke bekannt. Danach schließt der Erfolgsplan mit Erträgen von 800 079 Euro und Aufwendungen von 862 742 Euro ab. Der Vermögensplan weist in Einnahmen und Ausgaben knapp 2,2 Millionen Euro auf. Wunderlich kündigte zur Finanzierung des Investitionsbedarfs die Aufnahme eines Kredites von 1,88 Millionen Euro an, die gesplittete Abwassergebühr werde zum 1. Januar 2022 eingeführt.

Die Investitionen im Abwasserbereich betragen 1,812 Millionen Euro. Die dicksten Brocken sind die Umlegung des Abwasserkanals Birkenstraße (220 000 Euro), die Erschließung des Gewerbegebiet "Wirsberger Straße" (206 000 Euro), die Erweiterung des Regenrückhaltebecken "Wirsberger Straße" (169 000 Euro), der Neubau des Abwasserkanal Rosenweg (380 000 Euro), die Kanaluntersuchungen und Maßnahmen daraus (200 000 Euro) sowie die Restfinanzierung für den Kanalbau "An der Steigengasse" (455 342 Euro).

Die Investitionen bei der Wasserversorgung belaufen sich auf 217 405 Euro.

Einigung in nur einer Sitzung

Die Fraktionssprecher Gernot Kintzel (CSU), Roland Fischer (FW), Dieter Mühlbauer (SPD) und Horst Schirmer (NG) bekräftigten den Willen zur weiteren guten Zusammenarbeit. Das wurde auch dadurch deutlich, dass der Haushalt in nur einer Sitzung des Haupt- und Finanzausschuss beraten und dem Gemeinderat zur Beschlussfassung vorgelegt werden konnte.