Am Samstag konnten Anwohner ein großes Aufgebot an Rettungsfahrzeugen verschiedener Hilfsorganisationen auf dem Platz vor der Kirche sehen. Doch keine Katastrophe oder Einsatz war der Grund, sondern der erste Blaulichtgottesdienst in Oberthulba.

Die Idee dazu hatte die Bereitschaftsleiterin der Rotkreuzbereitschaft Oberthulba, Katharina Kaspar. Hintergrund dieses Events war der Gedanke, dass es nicht selbstverständlich sei, dass Einsatzkräfte immer physisch und psychisch wohlbehalten aus ihren Einsätzen zurückkehren. Immer wieder komme es auch für die haupt- und ehrenamtlichen Rettungskräften zu emotional belastenden Situationen oder anderen Gefahrenlagen.

Danke zu sagen dafür, dass man selbst unbeschadet zurückgekommen ist und dafür zu bitten, dass es in Zukunft auch so bleibt, war Grundlage und Thema des Gottesdienstes, den Ortspfarrer Dr. Blaise Okpanachi gehalten hat. Zu diesem Gottesdienst haben sich über 150 haupt- und ehrenamtliche Rettungskräfte der Rotkreuzbereitschaften des Landkreises, der Wasserwacht, der Rettungshundestaffel, der Feuerwehren der Marktgemeinde Oberthulba, dem THW, dem RKT und der Polizei eingefunden. Auch 35 Nachwuchskräfte der Kinderfeuerwehr Oberthulba waren bei dem Gottesdienst anwesend.

Der Gottesdienst wurde von den Einsatzkräften vorbereitet und mitgestaltet mit einer eigens für diesen Tag geschriebenen Lesung und einem für diesen Tag gedichteten Lied. Ebenso wurden die Fürbitten von den Einsatzkräften vorgetragen und der Gottesdienst durch Einsatzkräfte verschiedener Hilfsorganisationen musikalisch untermalt.

Im Anschluss segnete Pfarrer Okpanachi alle Einsatzfahrzeuge und Einsatzkräfte. Natürlich durfte auch der kameradschaftliche Teil nicht fehlen, daher kamen die Rettungskräfte nach dem Gottesdienst und der Segnung in der Marktscheune zusammen, um sich bei Getränken und einer Brotzeit auszutauschen. Unterstützt wurde die Veranstaltung durch die Gemeinde Oberthulba und verschiedene örtliche Unternehmen. red