Die Furcht vor Altersarmut ist zum gesellschaftlichen Problem geworden. Von verschiedenen Seiten wird zum öffentlichen Protest aufgerufen, um die Politik zum Handeln zu bewegen, damit auch in Zukunft Senioren im Alter nicht verarmen. Der Sozialverband VdK ruft am Samstag, 28. März, zur Teilnahme an einer Großdemo in München auf. Von der Bewegung "Fridays gegen Altersarmut" distanziert sich der Verband dabei ausdrücklich.

"Fridays gegen Altersarmut" steht im Ruf, rechten politischen Gruppen und Parteien nahe zu stehen. Die Bewegung war im vergangenen Jahr ins Leben gerufen worden und hatte im Januar erstmals bundesweit zu Demonstrationen gegen Altersarmut aufgerufen.

Am Samstag, 28. März, ruft nun der VdK unter dem Motto "Soziales Klima retten" zu einer Großdemonstration in München gegen Altersarmut und für soziale Gerechtigkeit auf. Der Protestmarsch führt ab 12 Uhr von der Theresienwiese zum Odeonsplatz. Dort schließt sich um 14 Uhr die zentrale Abschlusskundgebung an. Außerdem wird VdK-Landesvorsitzende Ulrike Mascher sprechen. Landesgeschäftsführer Michael Pausder betonte ebenfalls, dass sich der VdK ausdrücklich von der Gruppe "Fridays gegen Altersarmut" distanziert und bat darum, wachsam zu sein. Derzeit hätten politisch Rechte das Thema Altersarmut für sich entdeckt und unterwandern es aus Sicht des VdK.

Der Sozialverband hofft auf rege Teilnahme aus den Reihen der mehr als 10 000 Mitglieder im Landkreis. Es ist vorgesehen, dass entsprechend der Teilnehmerzahl mit mehreren Bussen nach München gefahren wird, um sich der Demonstration anzuschließen. ake/rlu