Die Wahl des Ortssprechers stand im Mittelpunkt einer Versammlung, zu der die Stadt Lichtenfels nach Köttel eingeladen hatte. Dabei stellte sich als einziger Kandidat Uwe Pliefke von der Wählervereinigung Leuchsental-Jura (WLJ) zur Wahl. Er erhielt auch das Vertrauen der Einwohner von Köttel und Eichig.

Somit stellt die WLJ mit Thomas Goller in Klosterlangheim und Alexandra Strauch in Mönchkröttendorf jetzt drei Ortssprecher. In den vergangenen Jahren hatten die beiden Juraorte keinen Ortssprecher.

Nichts war am Dienstagabend bei der Ortsversammlung dem Zufall überlassen, denn es war sogar ein Festzelt aufgebaut worden, um dem Herbstwetter (und Corona) zu trotzen. Bürgermeister Andreas Hügerich (SPD) hob zunächst die wichtige Stellung eines Ortssprechers hervor. Er sei Ansprechpartner und Sprachrohr für die Bürger und könne die Interessen der Ortsteile in der Stadt vorbringen. Auf die Ortssprecherwahl eingehend, stellte Bürgermeister Hügerich fest, dass es in Köttel und Eichig aktuell 135 Wahlberechtigte gebe, die mit 65 abgegebenen Stimmen die Voraussetzungen dafür geschaffen hätten, dass eine Versammlung zur Ortssprecherwahl stattfinden könne. Die Amtszeit sei analog der des Stadtrates von Lichtenfels und ende damit am 30. April 2026.

Peter Zillig von der Stadtverwaltung erklärte die Wahlmodalitäten. Bei der Kandidatenfrage in die Runde wurde zwar eine Reihe von Bürgern vorgeschlagen, die jedoch nicht bereit waren zu kandidieren. Lediglich der in Köttel wohnhafte Uwe Pliefke sagte zu.

Zum geheimen Wahlgang mussten dann alle den Weg in das Feuerwehrhaus von Köttel antreten, doch ging dies recht zügig vonstatten, so dass Wahlleiter Peter Zillig schon bald das offizielle Wahlergebnis verkünden konnte. Die 52 abgegebenen Stimmen waren alle gültig und hiervon entfielen auf Pliefke 50 Stimmen, zwei Stimmen erhielt Steffen Schütz (Junge Bürger). Auf Befragung der Verantwortlichen bekundete der 53-Jährige, dass er das Amt des Ortssprechers übernehmen werde, was auch den Beifall der Versammlungsbesucher fand.

"Ich möchte mich für das entgegengebrachte Vertrauen der Eichiger und Köttler Bürger bedanken. Gemeinsam werden wir in den nächsten sechs Jahren unsere Belange bei der Stadt einbringen", so der neue Ortssprecher auf dem Jura.

Glückwünsche sprachen Bürgermeister Andreas Hügerich, Zweite Bürgermeisterin Sabine Rießner und Dritter Bürgermeister Mathias Söllner, die Stadträte sowie die Einwohner aus.

In der Bürgerversammlung gab es einige Anliegen. So wünschte man sich eine sichtbarer Markierung der abknickenden Vorfahrtsstraße in der Ortsmitte in Richtung Lahm. Denn viele Autofahrer, die aus Kaspauer kommen, wähnten sich durch den Straßenverlauf auf einer Vorfahrtsstraße zu sein und führen trotz "Vorfahrt gewähren" einfach weiter. Gleich nach Köttel, auf der Verbindungsstraße nach Eichig, sind durch Risse einige Fahrbahnstücke ausgebrochen. Die gleiche Situation liegt auch auf der Verbindungsstraße von Eichig nach Rothmannsthal vor. Eine fehlende Ausschilderung zum Felsenlabyrinth in Eichig wurde ebenfalls bemängelt. gkle