Die Arbeiten am Empfangsgebäude des Bahnhofs Neuenmarkt-Wirsberg sind weiter in vollem Gange. Gegenwärtig sind Mitarbeiter der Firma Schimmel-Bau aus Marktschorgast dabei, das historische Gebäude zu entkernen.

Die Baukosten sind einschließlich der Sanierung des ehemaligen Sozialraumgebäudes und der Güterhalle auf 3,4 Millionen Euro veranschlagt. Hinzu kommen noch Baunebenkosten von 1,1 Millionen Euro.

Weitere Aufträge vergeben

Vorsitzender Klaus Peter Söllner betonte in der jüngsten Sitzung des DDM-Zweckverbands, dass man von einer Förderung von über 90 Prozent ausgehe.

Die Verbandsversammlung vergab weitere Aufträge mit einem Kostenumfang von knapp 1,1 Millionen Euro. Die Baukosten werden auf mehrere Haushaltsjahre aufgeteilt.

Das Museumsentwicklungskonzept 2020 wird Söllner zufolge im kommenden Haushaltsjahr mit voraussichtlichen Gesamtkosten von 4,5 Millionen Euro abgeschlossen. Die größten "Brocken" seien die Ertüchtigung der Museumsbahn mit 1,147 Millionen Euro und das museumspädagogische Zentrum samt Eingangsgebäude mit 2,161 Millionen Euro gewesen. Geschaffen worden sei auch ein moderner Seminarraum am Kohlenhof, in dem die jüngste Sitzung der Zweckverbandsversammlung stattfand.

Mit dem 300 000 Euro teuren Projekt "Deutsches Dampflokomotiv-Museum digital" findet das Museumsentwicklungskonzept dann endgültig seinen Abschluss. Was den Salonwagen 10242 und das Konzept "50 Jahre Deutsche Geschichte in einem Wagen" angeht, hob der Landrat hervor, dass die Oberfrankenstiftung die dauerhafte Überlassung ermöglicht habe. "Es ist eine tolle Geschichte, was hier in den letzten Jahren auf den Weg gebracht wurde."

Der Verbandsvorsitzende stellte deutlich heraus, dass all die Projekte ohne die vielen Fördergelder von Freistaat, Bund, EU und weiteren Stellen nicht möglich gewesen wären.

Eine "sparsame" Saison

Der Bericht für die Saison 2020 durch Museumsleiter Jürgen Birk fiel coronabedingt entsprechend "sparsam" aus, denn das DDM konnte nur in den Sommermonaten geöffnet werden.

Das Dampflokmuseum sei dafür Schauplatz von Dreharbeiten für ein Drama über den Berliner Mauerbau und die Grenzziehung gewesen. Der Film soll am 13. August 2021 ausgestrahlt werden.

Und auch "Waltraud und Mariechen" weilten Birk zufolge für Dreharbeiten im DDM. Der "Klamauk" wird am 11. Dezember im Bayerischen Fernsehen zu sehen sein.

Ausfallen muss übrigens auch der "Tag der Modelleisenbahn", der an diesem Wochenende terminiert war.