Weil sich Besucher der Musikschule im Ortsteil Zeckern über fehlende Parkmöglichkeiten beschwert hatten, befasste sich am Dienstagabend der Bauausschuss der Gemeinde Hemhofen mit der Problematik. Kritisiert wurde, dass die Stellplätze oftmals durch Anwohner der umliegenden Häuser blockiert würden.

Die Gemeinde sieht jedoch nach Rücksprache mit der Polizei wenig Möglichkeiten, Abhilfe zu schaffen. Es müssten für die Nutzer der Musikschule extra Parkausweise ausgestellt werden, was die Verwaltung als unverhältnismäßig ablehnt. "Umso mehr Schilder aufgestellt werden, desto schwieriger wird die allgemeine Verkehrssituation", so das Fazit der Polizei.

Insbesondere die Durchsetzung eines möglichen Parkverbots wäre nur in Form einer kommunalen Verkehrsüberwachung möglich, wie dies beispielsweise in Weisendorf oder Heroldsbach bereits der Fall ist. Bürgermeister Ludwig Nagel (CSU) sprach sich jedoch gegen eine solche Regelung aus, weil man damit zu 90 Prozent die eigenen Bürger treffen würde. Das Bauamt konnte zudem bei einer Ortsbegehung die geschilderte Problematik nicht bestätigen. Der Bauausschuss sprach sich letztendlich einstimmig gegen ein Parkverbot aus und lehnte auch eine von Ausschussmitglied Thomas Koch (FW) vorgeschlagene zeitliche Begrenzung auf die Öffnungszeiten der Musikschule ab.

Ein bereits bestehendes Halteverbot von 20 bis 8 Uhr an der Baiersdorfer Straße bleibt hingegen trotz Einwänden von Anwohnern bestehen, weil es der Verkehrssicherheit diene. Zudem seien im Umfeld genügend Parkmöglichkeiten vorhanden.

Grundschulsanierung geht weiter

Nachdem in der jüngsten Gemeinderatssitzung zahlreiche Großaufträge in Höhe von insgesamt knapp 2,3 Millionen Euro zur Sanierung der Grundschule vergeben wurden, befasste sich der Bauausschuss mit noch ausstehenden kleineren Vergabeverfahren. Einstimmig wurden die Aufträge über 33 856 Euro für Flaschnerarbeiten, über 27 000 Euro für Innenputzarbeiten und über 49 742 Euro für die Aufzugsanlage vergeben.

Vergeben werden konnte auch der Auftrag zur Ertüchtigung der Tartanbahnen im Außenbereich der Schule für 19 609 Euro. Die Suche hatte sich als recht schwierig erwiesen, da viele Fachfirmen aufgrund der geringen Grundfläche einen Auftrag abgelehnt hatten. Neben der reinen Sanierung des Belags sind auf dem Sportgelände noch die Beseitigung eines Wurzeleinwuchses an der Tartanbahn und die Gestaltung einer neuen Ballwurfanlage geplant. Diese Aufträge werden aber erst noch ausgeschrieben.

Außerdem befürwortete der Ausschuss eine geplante Nutzungsänderung im Gartenweg 21 in Hemhofen. Die Räume einer ehemaligen Arztpraxis sollen zu einer Wohneinheit werden. Die Schaffung von Wohnraum sei grundsätzlich zu begrüßen. Als problematisch erachtet die Verwaltung jedoch, dass es dadurch in dem als Mischgebiet ausgewiesenen Areal einen zu hohen Wohnungsanteil gibt, was das Landratsamt bemängeln könnte. "Wir wollen es aber darauf ankommen lassen", so der Tenor im Gremium.