Unter dem Motto "Wie funktioniert ökologischer Landbau?" besichtigten natur- und umweltinteressierte Bürger den Naturlandhof von Eveline und Klaus Schineller in Bischwind am Raueneck. 23 Personen kamen zum Besuch des Hofs, durch den Klaus Schineller führte, wie die Gruppe mitteilte.

Gleich zu Beginn erzählte der überzeugte Biolandwirt über die spannende Historie seines Hofes und wie er sein Herz für den ökologischen Landbau entdeckte. Im Anschluss stellte er Emmer vor, eine der ältesten kultivierten Getreidearten aus der Familie des Weizens, der heute aber in Deutschland kaum noch angebaut wird. Alle Besucher durften die Getreidesorte sinnlich erfahren und die Körner in die Hand nehmen.

Zum Vergleich stellte Schineller klassische Weizenkörner zur Verfügung und schilderte die Vorteile des Emmers. Der Spelz, der das Korn umgibt, schützt den Emmer vor Schadstoffen aus der Luft und vor anderen Umwelteinflüssen. Außerdem gilt die Weizenart als extrem robust und widerstandsfähig gegenüber Krankheitserregern. Deswegen benötigt Emmer kein Pflanzenschutzmittel und wenig Dünger.

Zusammen machte sich die Gruppe im Anschluss auf den Weg zur biologischen Kläranlage (auch als Erdbecken bezeichnet). Hier schilderte Klaus Schineller die Vorteile der ökologischen Wasseraufbereitung ohne Elektrizität und den Einsatz von Maschinen. Sie bietet die Möglichkeit, das Abwasser vollbiologisch zu reinigen und Energieverbrauch langfristig zu vermeiden, wie er darstellte.

Im Anschluss brachte Klaus Schineller seine Besucher zu seinen Feldern, an deren Rändern er alte, selten gewordene Obstsorten anbaut. Er schilderte die Vorteile von Goldrenette und anderen Sorten sowie die Bandbreite der Produkte, die er aus den Früchten gewinnt. Durch den Klimawandel und das Insektensterben werden Streuobstwiesen wieder wichtiger. Hier wachsen alte Obstsorten fernab des vereinheitlichten Supermarktgeschmacks. Für historische Äpfel finden sich immer mehr Liebhaber.

Er schilderte die Vorteile des ökologischen Anbaus von Sonnenblumen. Sonnenblumen lassen sich gut unter ökologischen Bedingungen anbauen, da sie wenig Stickstoff benötigen und der Druck durch Schädlinge und Krankheiten gering ist. Allerdings zehren sie den Boden aus, weshalb Schineller mit dem Düngen durch Rindermist und Kleegras den Boden aufwertet.

Der Biobauer ging auf die Folgen des Klimawandels für Biobauern und die Probleme durch die letztjährige Dürre ein. red