In Bayern kommt es in dieser Woche wieder zu Streiks im ÖPNV. Auch in Bamberg müssen sich Bürger abermals auf spürbare Einschränkungen im Busverkehr einstellen.
Wie die Gewerkschaft Verdi in einer Pressemitteilung bekannt gibt, findet am 15. April 2026 die fünfte Verhandlungsrunde für einen neuen Tarifvertrag im öffentlichen Nahverkehr Bayerns statt. Gefordert wird eine Lohnerhöhung um insgesamt 550 Euro. Darüber hinaus bekräftigen die Arbeitnehmervertreter ihre Forderung nach einer Verkürzung der wöchentlichen Arbeitszeit. Nach Angaben von Verdi stellt dies insbesondere für die Beschäftigten im Fahrdienst ein wichtiges Instrument zur Entlastung und zum Gesundheitsschutz dar.
Zudem wird eine Mindestruhezeit von elf Stunden gefordert. Um vor der kommenden Verhandlungsrunde den Nachdruck zu erhöhen, hat die Gewerkschaft für diese Woche (6. bis 12. April 2026) zu Streiks in mehreren bayerischen Städten aufgerufen. Auch in Oberfranken kommt es zu Protestaktionen. Neben Bayreuth ist dort auch Bamberg betroffen - in beiden Städten ist mit Beeinträchtigungen im Busverkehr zu rechnen.
ÖPNV-Streik in Bamberg und Bayreuth: Verdi verteidigt Maßnahme - "bleibt uns nichts anderes übrig"
Laut Angaben von Verdi wird in Bamberg von Mittwoch (8. April 2026), 12 Uhr, bis einschließlich Samstag (11. April 2026) in der Werkstatt und in der Wagenpflege der Stadtwerke gestreikt. Zudem ist der Fahrdienst am Freitag (10. April 2026) und am Samstag (11. April 2026) bis zum Betriebsende zum Streik aufgerufen, so die Gewerkschaft. In den sozialen Medien weisen die Bamberger Stadtwerke auf den erneuten Streik hin. Demnach fahren die Busse an den betroffenen Tagen nach Notfahrplan.
In Bayreuth soll der gesamte Verkehrsbetrieb samt Fahrpersonal der örtlichen Stadtwerke von Freitag (10. April 2026), 0 Uhr, bis Sonntag (12. April 2026), 2 Uhr, bestreikt werden. "Die mehrtägigen Streiks wurden bewusst in den Osterferien anberaumt, um den Schülerverkehr nicht erneut zu belasten", wird Jessica Rauch, die verantwortliche Gewerkschaftssekretärin, in der Mitteilung von Verdi zitiert. Der gemeinsame Demonstrationszug von Beschäftigten aus Bamberg und Bayreuth startet demnach am Freitag um 10 Uhr am Parkplatz Mainüberdachung in Bayreuth und endet mit einer Kundgebung am Stadtparkett.
Sinan Öztürk, stellvertretender Landesbezirksleiter von Verdi Bayern, erklärt: "Seit vier Verhandlungsrunden liegen unsere Argumente auf dem Tisch und wir sind bereit, sie immer wieder zu erklären. Da die Arbeitgeber für diese offenbar immer noch zu wenig zugänglich sind, bleibt uns nichts anderes übrig, als den Druck durch Streik nochmal zu erhöhen." Erst im März kam es in Bamberg zu Verdi-Streiks. Die Stadtwerke zeigten sich diesbezüglich empört. Mehr Neuigkeiten aus Bamberg und der Region findest du in unserem Lokalressort.
Ohne Gewerkschaften würden wir noch immer 80 Stunden arbeiten, es gäbe keinen Urlaubsanspruch oder Lohnfortzahlung im Krankheitsfall. Tarifliche Errungenschaften in Branchen mit hohem Organisationsgrad hatten und haben Signalwirkung für den gesamten Arbeitsmarkt.
Das wiederkehrende Argument einer Lohn-Preis-Spirale lässt wesentliche konjunkturelle Faktoren außen vor, gerade bei schwacher Binnenkonjunktur. Der Mechanismus ist nur in einzelnen Fällen tatsächlich belegbar. Was allerdings recht klar ist: Sinkt inflationsbedingt die Kaufkraft, leiden Mittelstand und Handwerk durch die Kaufzurückhaltung der Verbraucher.
Früher hat man, wenn man mit seiner Tätigkeit und deren Bezahlung nicht zufrieden
war, sich eine andere, bessere Arbeit gesucht.
Heutzutage geht man mit seinem persönlichen Problemen den Mitmenschen auf den Geist.
Dies ist ein relativ freies Land.
Unwahrscheinlich, dass jemand dazu gezwungen wird einen Bus zu lenken oder
Wagenpflege zu betreiben.
Weg mit diesen überflüssigen Gewerkschaften. Haben jeden Sinn für Realität verloren. Die Lohnerhöhungen führen nur zu wieder teureren Tickets. So geht es momentan in allen Branchen. Wir haben unterm Strich dann wieder nicht mehr Geld in der Tasche. Diese Lohn-Preis-Spirale hatten wir schon mal. Endete erst mit moderaten langfristigen Lohnabschlüssen. Wir müssen erst mal wieder lernen das Löhne nicht immer mit Inflation mithalten können.
genau die richtige Maßnahme um den OPNV für die Bevölkerung attraktiv zu machen 😂
Vielleicht sollte denen mal jemand klar machen, dass die Zuckertüten und Röhrchen leer sind 😉
Aber der neue Gärtner-OB wird's schon richten 🤣🤣🤣