Adelsdorf — Mit der Krimi-Komödie "Mörderkarussell" von Sam Bobrick und Ron Clark: "Ganz ehrlich: Würden Sie für Liebe töten? Weil: Drei sind Einer zu viel?" endete die Aufführungsreihe des Fränkischen Sommertheaters in Adelsdorf.

Das Ensemble, bestehend aus über 30 erfahrenen Profis der Sparten Schauspiel, Kabarett, Musik, Gesang, Figurentheater und der Theaterpädagogik, "wandert" mit dem Thespiskarren an etwa 70 ausgewählte Spielorte - sogar bis nach Adelsdorf und weit darüber hinaus. Wegen Corona wurden natürlich nur Stücke ausgewählt, in denen die Anzahl der Schauspieler sehr überschaubar war.

Witterungsbedingt hatte man vorsorglich den Theaterschauplatz in die Aischgrundhalle verlegt und das war auch gut so. Bürgermeister Karsten Fischkal (FW) bedankte sich sowohl bei den Organisatoren, sei es vom Theater, sei es von der Schlossstiftung oder der Hofhaus GmbH, aber auch bei den Sponsoren und betonte: "Es war im kulturellen Sinne ein sehr bewegendes Jahr im Schlossgarten. Unserem Ziel, ein kulturelles Zentrum im Schloss entstehen zu lassen, sind wir einen großen Schritt näher gekommen."

Yvonne Windischmann von der Stiftung Schloss Adelsdorf erklärte: "Wir fanden die Idee, den Schlossgarten als Theaterkulisse zu nutzen, sehr gut. Wegen Corona gab es ja nichts Vergleichbares. Nächstes Jahr wird das Sommertheater auch wieder stattfinden, ebenso wie andere Darbietungen", erklärte sie zufrieden.

Die Veranstaltungen mit der Stiftung Schloss Adelsdorf als Ausrichter wurde von der Hofhaus GmbH mit ihrer Geschäftsführerin Andrea Sieglitz-Hoepffner akquiriert. Diese hatte sich um Sponsoren gekümmert. Windischmann war für das Hygienekonzept zuständig.

Kurz zum Inhalt des Theaterstücks: Arlene (Carina Krämer) und Mitchell (Jan Burdinski), ihr Zahnarzt und Liebhaber, haben die Frage, ob sie aus Liebe töten würden, für sich schon mit einem klaren "Ja" beantwortet, als sie in einem Hotelzimmer auf Arlenes Ehemann Paul ( Christoph Ackermann) warten. In dieser Komödie wächst sich die imposante Dreiecksgeschichte zu einem spannenden Wechselspiel der Gefühle aus und führt zu einigen mörderischen Verwicklungen. Das Mörderkarussell dreht sich immer schneller und mit ihm drehen sich Pointen, Gags und andere Überraschungen. Erst am Ende entdeckt man den versteckten Sinn und alles wird klarer, denn der Zuschauer weiß zu Beginn nicht, wohin die Reise geht.

Es gab reichlich zu lachen und Freunde des schwarzen Humors kamen auf ihre Kosten.