Der Markt Burgebrach plant, in Treppendorf eine Dorferneuerung in Eigenregie durchzuführen. Erster Bürgermeister Johannes Maciejonczyk (CSU) führte dazu in der jüngsten Ratssitzung aus, dass aufgrund der guten Finanzkraft des Marktes Burgebrach keine Zuwendungen über ein übliches Dorferneuerungsverfahren zu erwarten seien.

In die Planungen einbezogen werden musste auch der Landkreis Bamberg, weil die Ortsdurchfahrt in Richtung Oberköst als Kreisstraße gewidmet ist. Dazu stellte Dipl.-Ing. (FH) Thomas Kohlmann des beauftragten Ing.-Büros Höhnen & Partner, Bamberg, die Entwurfsplanungen im Marktgemeinderat vor. Am nördlichen Ortseingang nach dem Knotenpunkt zur Hans-Thomann-Straße soll die enge Kuppe zur besseren Übersicht abgesenkt werden. Im Anschluss sollen die beiden westlichen Anwesen Treppendorf 2 und 4 eine fußläufige Erschließung erhalten. An der Einmündung Am Röthlein ist der Beginn eines Gehweges in einer Breite von 1,75 Metern auf der Ostseite der 5,50 Meter breiten Fahrbahn mit beidseitigen Entwässerungsrinnen geplant. Dabei werden auch die Privatbereiche und Zufahrten angeglichen.

Großzügige Grünflächen

Der nördliche Ortsbereich erfährt eine Aufweitung der Grünanlagen mit Pflanzbeeten, wobei die Bestandsstraße mit dem Abzweig nach Hirschbrunn etwas verschoben wird. Der dortige Spielplatz wird im Osten des Feuerwehr- und Buswendeplatzes neu gestaltet werden. Sowohl vor dem Dorfgemeinschaftshaus als auch vor der Kapelle werden großzügigere Grünflächen entstehen. Diese Verbesserungen der Verkehrssituation mit Gehwegen werden bis zum Ortsausgang in Richtung Oberköst je nach Platzmöglichkeiten fortgeführt.

Eine neue Fahrbahn mit Begleitgrün und Gehweg ist auch auf der Gemeindestraße von der Kapelle zur Fa. Thomann geplant. Als Höhepunkt soll eine neue öffentliche Seebühne in Form einer Gitarre auf dem Dorfweiher errichtet werden. Die Zugänge des angrenzenden Parkplatzes zur gegenüberliegenden Fa. Thomann sollen entsprechend des neu geplanten und gestalteten Haupteingangs ausgeführt werden. Durch einen Belagwechsel im Bereich der Überquerung vom Parkplatz zum Musikhaus soll eine platzartige Situation geschaffen werden. Nach einer vorläufigen Kostenschätzung wird der Markt Burgebrach rund 2,82 Millionen Euro investieren. Für die Sanierung der Kreisstraße ist der Landkreis Bamberg der Kostenträger.

Die Planung wurde der Bevölkerung in Treppendorf bereits vorgestellt und fand große Zustimmung. Straßenausbaubeiträge werden für die Maßnahmen nicht umgelegt, betonte der Bürgermeister. Je nach Zuschusszusagen soll die Maßnahme im Jahr 2022 verwirklicht werden. Einzelne Maßnahmen wie zum Beispiel die Spielplatzverlegung könnten im Vorfeld bereits umgesetzt werden. Der Marktgemeinderat stimmte dem Vorentwurf zu.

Erhöhte Zuschüsse für Vereine

Nach den Zuschussrichtlinien des Marktes Burgebrach würden die über 60 Vereine wieder eine Summe von insgesamt 47 000 Euro erhalten. Bürgermeister Maciejonczyk erläuterte dazu, dass nach Mitteilungen verschiedener Vereinsvorsitzender coronabedingt Einnahmeausfälle in den Vereinskassen zu verzeichnen seien und trotzdem die laufenden Kosten wie Gebäudekosten, Übungsleiter, teilweise auch Tilgungsraten für Darlehen angefallen seien. Der Marktgemeinderat beschloss dem Vorschlag der Verwaltung entsprechend, die Zuschüsse zu erhöhen.

Im Einzelnen wurde eine einmalige und auf dieses Jahr beschränkte Erhöhung der Mitgliedsförderung um rund 25 Prozent verabschiedet. Darüber hinaus gewährt der Markt Burgebrach Vereinen, die aufgrund ausgefallener Veranstaltungen erhebliche finanzielle Einbußen erlitten haben, eine Sonderunterstützung. Hierzu erhalten alle Vereinsvorstände in den kommenden Tagen ein Anschreiben, das die genauen Modalitäten erläutert. In Summe sind rund 9500 Euro mehr allein für die höheren Mitgliederpauschalen an Zuschüssen zu erwarten.