Dank einer Spende von 4500 Euro an die Weisendorfer Initiative "Zubzas" kann im indischen Nagaland eine weitere Familie ein Haus beziehen. Den Nagas ein menschenwürdiges Haus zu bauen, ist Anliegen und Wunsch der Weisendorferin Jutta Birzer, die Geschäftsführerin der Erlanger Firma Heureka ist. Verarmten Familien, die bisher in einer erbärmlichen Behausung aus Bambus- und Wellblechresten in der Winterzeit nachts bei Minusgraden leben müssen, finanziert Birzers Firma zusammen mit dem Bosco-Home-Projekt ein weiteres einfaches Steinhaus, Bosco Home Nr. 15.

Bereits 2018 ließ Jutta Birzer der armen Familie Megosalie ein einfaches Steinhaus errichten. Mitglieder der Pfarrgemeinde helfen beim Bau. Drei Räume ohne Wasserversorgung, ohne Sanitärausstattung, lediglich Stromanschluss und ein eigenes Trockenklo aus Stein sind für die Familien ein Traum. Jutta Birzer ist glücklich, dass sie die katastrophalen Wohnverhältnisse verbessern kann: "Man sieht hier, was eine Spende bewirkt."

Auch die Tanzgruppe hilft

"Über den eigenen Tellerrand schauen" will die Showtanzgruppe "Team X", der es ebenfalls ein Anliegen ist, im Nagaland zu helfen: Mit einer Spende in Höhe von 550 Euro zur Ausbildungshilfe soll Jugendlichen ein Abschluss ermöglicht werden. "Lernen, Bildung und Wissen bedeuten für die Kinder und Jugendlichen weitaus mehr als Schreiben, Lesen und Rechnen lernen", erklärte Ernst KIimek von den "Zubzas" bei der Übergabe des Schecks. Denn eine gute schulische Ausbildung bei den Don-Bosco-Salesianern schenke neben den nötigen Fähigkeiten auch Selbstbewusstsein, Selbstvertrauen und den Mut, das eigene Leben in die Hand zu nehmen: "Bildung schafft somit Zukunft und Perspektiven. Der Schwerpunkt unserer Projekte liegt bei nachhaltiger Hilfe und Ausbildung. Wir schaffen zusammen mit den Salesianern Zukunft für Kinder, die in Armut, Krankheit und Hunger leben müssen", berichtete Klimek.

Im Nagaland in Nord-Ost-Indien, wo keine der großen Hilfsorganisationen aktiv ist, setzen sich die "Zubzas" engagiert und leidenschaftlich für die dort lebenden Menschen ein. Zahlreiche Projekte als Hilfe zur Selbsthilfe konnten mit den Partnern, den Salesianern Don Boscos, bereits erfolgreich durchgeführt und evaluiert werden.

Anhand der Schautafeln im Ausstellungsraum der Grundschule informierte Klimek die Showtanzgruppe mit Trainerin Monika Kranzfelder sowie Jutta Birzer über die Armutssituation und den täglichen Kampf ums Überleben in Sechii-Zubza und Umgebung. Ohne Renten-, Kranken- oder Arbeitslosenversicherung müssen sich die meisten Einwohner als Tagelöhner durchschlagen und leben "von der Hand in den Mund". Eine schwere Erkrankung, bei uns mit Medikamenten leicht behandelbar, verläuft dort tödlich, weil man sich die nötige medizinische Versorgung nicht leisten kann.