Rödental — Im Alter von 84 Jahren ist Isolde Hofmann gestorben. Die erfolgreiche Unternehmerin stammte aus der Schreinermeisterfamilie Günzel, die im heutigen Rödentaler Stadtteil Einberg seit 1840 eine Bau- und Möbelschreinerei betrieb. 1950 heiratete sie den Schreinermeister Eduard Hofmann. Gemeinsam krempelten sie die Ärmel hoch, um die während der Kriegsjahre zum Erliegen gekommene Schreinerei zu neuem wirtschaftlichem Leben zu erwecken. Der Werkstättenbetrieb, der mit zehn Mitarbeitern begann, wuchs rasch. Schließlich wurde zur Schreinerei noch ein Möbelhaus ("Möbel Hofmann") gegründet, das 1966 mit einem richtungsweisenden Neubau an die Oeslauer Straße zwischen Mönchröden und Oeslau umsiedelte. Das Ehepaar erweiterte den Standort in den kommenden Jahren zügig. 1978 traten die beiden Söhne Dietrich und Hubertus in die Firma ein, um 1984 den Geschäftsbetrieb in der fünften Generation zu übernehmen.In den Jahren der Wende kam in Sonneberg ein zweites Einrichtungshaus hinzu und die Zahl der Mitarbeiter stieg weiter rasant. Das Unternehmerehepaar arbeitete bis 2004 in beiden Betrieben mit.
"Isolde Hofmann hat trotz ihres lebenslangen Hüftleidens und weiterer Leiden mit viel Fleiß und Ausdauer die kaufmännische Organisation und Entwicklung der Firma entscheidend geprägt und den Grundstock für den weiteren Ausbau gelegt", heißt es in einer Würdigung des Unternehmens. Die Trauerfeier für Isolde Hofmann fand bereits im engen Familienkreis am vergangenen Freitag statt. ct