von unserem Redaktionsmitglied 
Anette Schreiber

Hallstadt — Mit den Arbeiten an dem Großprojekt "Marktscheune" liegt Hallstadt gut im Zeitplan. Das soll nach Wunsch von Bürgermeister Thomas Söder (CSU), Stadtrat und dem Projektleiter Keckard Schmidt möglichst auch so bleiben. Deswegen wurde nach divergierenden Ansichten über die Gestaltung des für Haustechnik erforderlichen Funktionsbaues umgeplant und zwecks Beschluss eine Sondersitzung einberufen. Damit man die Dinge an Ort und Stelle klären konnte, traf sich der Stadtrat in der Marktstraße und damit dort, wo sich eine Zufahrt zur Marktscheunen-Tiefgarage befindet.

Diverse Versorgungsleitungen

Wie Planer Schmidt erläuterte, laufen diverse Versorgungsleitungen von der Mainstraße aus ins Gebäude. Sie müssen für Wartungs- und sonstige Arbeiten sowie fürs Ablesen von Zählerständen zugänglich sein, weshalb ein Hausanschlussraum erforderlich wird. Weil dieser auch frostfrei und witterungsgeschützt zu sein hat, empfiehlt sich eine Überbauung. Dieser komme auch städtebauliche Funktion zu. Nach Abriss der vorherigen Gebäude an dieser Stelle ist hier eine Lücke entsprechend zu schließen. Das Gebäude könne im Erdgschoss Abstellfläche für die Kehrmaschine der Tiefgarage sowie im Obergschoss eine Terrasse für das angrenzende Haus in der Mainstraße 5 liefern. In der jüngsten Stadtratsitzung hatte das mit dem Marktscheunenbau beauftragte Arichtekturbüro Schettler Entwürfe vorgelegt. Bei dem zweigeschossigen Funktionsbau (Betonklotz) waren insbesondere die Fensteröffnungen auf Kritik gestoßen. Daraufhin wurden die Planer mit der Erstellung anderer Varianten beauftragt.
Neben der Modifizierung des Betonklotzes legte Schmidt als Variante II eine Art Winkelmauer vor. Damit wären sowohl Terrasse als auch Unterstellmöglichkeiten hinfällig. Zudem wäre der Zugang in den Keller durch problematisch, man müsste eine Art Luke bauen, die es entsprechend abzudichten gelte. Als dritte Variante stellte Schmidt und Kollege Ralf Holger eine Art Torbau vor: "Ein einfacher, zurückhaltender Bau", so Schmidt, der die Lücke zwischen den Gebäuden gut schließe und "eine Art Einfahrt und Durchgang markiert". Die Terrasse falle kleiner aus als in Variante I und ob die Kehrmaschine Platz lasse sich erst dann sagen, wenn man deren genaue Maße kenne. Die Kommentare der Stadträte zeigten rasch, dass die Tor-Variante das Rennen machen würde. Joachim Karl (CSU) wollte wissen, wie sich die Varianten preislich unterschieden. Sie seien in den Kosten für den Rohbau der Marktscheune enthalten erklärt Schmidt dazu. Denn genau deswegen war zu entscheiden, welche Variante die mit dem Rohbau beauftragte Firma jetzt mit umsetzen muss.

Dunkler als die Fassade

Das hatten Schmidt und Holger bereits mehrfach bei dem Rundgang auf der Marktscheunen-Baustelle betont. Hätte man nun keine zeitnahe Entscheidung bekommen und wären Rohbaufirma und Kran verschwunden, die Stadt hätte eine weitere Baustelleneinrichtung zahlen müssen. Nach der Beschlussfassung im Feuerwehrheim waren die Räte bei einer weiteren Entscheidung gefordert: Die Farbe des Marktscheunendaches. Hierzu stellte Schmidt zwei Entscheidungsvarinaten vor: Entweder die Schweizer Firma mische drei Vorschläge an, die dann dem Stadtrat präsentiert werden, oder man fahre in die Schweiz und lasse sich vor Ort durch Mischungen Farbvorschläge kreieren. Das würde einen zeitlichen Vorteil von drei Wochen bedeuten. Letztlich rang man sich aus Zeitgründen dazu durch, dass die Architekten drei Farben zur Wahl stellen, unter denen dann der Bauausschuss die Wahl trifft. Drei Farben, dunkler als das Terrakotta-Beige der Fassade, so der 17:2 Beschluss.