von unserer Mitarbeiterin Sonja Adam

Wirsberg — Über den heißen Sommer 2015 freute sich Bürgermeister Hermann Anselstetter in der jüngsten Gemeinderatssitzung. "Mit 23 000 Gästen - im Vorjahr waren es 13 150 - hat das Freibad Wirsberg eine höchst erfreuliche Besucherzahl verbuchen können", bilanzierte er. "An einem Sonntag musste ich sogar selber zu Filzschreiber und Plakatständer greifen, weil nicht nur alle Stellplätze zugeparkt waren, sondern auch die Straßenränder im gesamten Schorgasttal", berichtete Anselstetter. An den 22 sonnigsten Tagen kamen mehr als 17 000 Gäste - als Dreiviertel der Gesamtbesucher. "Dank des Einnahmehochs von fast 42 000 Euro konnte das 2014 eingefahrene Betriebsdefizit von 139 000 auf 117 000 Euro gesenkt werden."
Trotzdem bleibe das Sommerbad ein Zuschussbetrieb. "Wir subventionieren jedes Erwachsenen-Ticket von 3,50 Euro mit acht Euro aus der Gemeindekasse. Wenn wir kostendeckend arbeiten wollten, müssten wir Eintrittspreise von 11,50 Euro verlangen", rechnete er vor. "Aber wir können mit Stolz feststellen, dass wir mit unserer Großwasserrutsche, den beheizten Badebecken und der einmaligen Naturkulisse in der Beliebtheitsskala ganz weit oben stehen."
Im Vergleich zur Stadt Kulmbach, gerechnet auf die Einwohnerzahl, finde das Wirsberger Bad einen vier Mal höheren Zuspruch, so Anselstetter. Auch von vielen Auswärtigen werde das Bad gerne besucht.


Familientag war der Renner

Besonders beliebt waren die Zehnerkarten, von denen 50 Prozent mehr verkauft wurden. Der vergünstigte Eintritt ab 17 Uhr lockte zahlreiche Berufstätige nach der Arbeit ins kühle Nass: In diesem Bereich hat das Wirsberger Bad ein Plus von 131 Prozent zu verzeichnen. Aber der absolute Renner war der Familien-Donnerstag. Kinder, die mit einem Erwachsenen das Bad besuchen, haben freien Eintritt. "Die Besucherzahl der Erwachsenen und der Kids verfünffachte sich", so Anselstetter. Ein Plus von 70 Prozent gab es außerdem bei Schulkindern zu verbuchen sowie bei den kostenlosen Ferienpass-Eintritten, bei den Schwimmkursen der DLRG und bei der Anzahl der Freischwimmerabzeichen.
Für besonders bemerkenswert hielt es Anselstetter, dass sich auch die Zahl der Badenden, die den Entdeckerpass der Metropolregion Nürnberg hatten, verdreifachte. Außerdem sei die Kooperation mit Unternehmen, die ihren Mitarbeitern kostenlosen Badespaß gönnen, gut angelaufen.
Der Höhepunkt des 30-jährigen Sommerbad-Jubiläums waren die Kunstschwimm-Vorführungen der Donaunixen und die Aktionen der DLRG-Ortsgruppen. Anselstetter dankte dem gesamten Schwimmbad-Team für das Engagement.
Auch 2016 soll es wieder Verbesserungen geben: weitere Badeliegen, Wasserspielgeräte, mehr Schattenspender am Planschbecken. Außerdem will der Markt Wirsberg einen Werbeflyer anfertigen lassen.