Basis Die katholische Kirche im Landkreis Haßberge besteht auf der untersten Ebene aus Pfarreien, Kuratien und Filialgemeinden. Sie bilden Pfarreiengemeinschaften, die vor einigen Jahren neu im Bistum Würzburg installiert worden sind. Diese Pfarreiengemeinschaften sind im Dekanat Haßberge zusammengefasst. Der Dekan ist Stefan Gessner (Pfarreiengemeinschaft St. Christophorus mit Baunach, Gereuth, Lauter, Mürsbach und Reckendorf).

Fusion Das Dekanat Haßberge besteht noch nicht so lange. Es ist vor einigen Jahren aus den beiden Dekanaten Ebern und Haßfurt gebildet worden. Der Zuständigkeitsbereich des Dekanates Haßberge ist weitgehend identisch mit dem Landkreis Haßberge. Es gibt aber Ausnahmen - in zweifacher Hinsicht: Die Pfarreiengemeinschaft St. Christophorus (Baunach, Gereuth, Lauter, Mürsbach, Reckendorf) liegt im benachbarten Kreis Bamberg und in unmittelbarer Nähe zum Erzbistum Bamberg, ist aber Teil des Dekanats Haßberge. Umgekehrt: Kirchaich und Danken-feld in der Gemeinde Oberaurach sowie Lembach und Roßstadt (Orte in der Stadt Eltmann) gehören zwar zum Kreis Haßberge, sind aber Teil des Erzbistums Bamberg. Kurios ist die Lage im Eltmanner Stadtteil Dippach. Hier verläuft die Bistumsgrenze mitten durchs Dorf.

Diözese Die Filialgemeinden, Kuratien, Pfarreien und Pfarreiengemeinschaften sowie die Dekanate im überwiegenden Teil Unterfrankens bilden das Bistum Würzburg mit dem Bischofssitz in Würzburg. Das Bistum hat 20 Dekanate. Um eine Vorstellung von der Größenordnung zu haben: Zu einer Pfarreiengemeinschaft, die ein Pfarrer leitet, gehören zwei bis acht Kirchengemeinden mit 2000 bis 10 000 Katholiken.

Zukunft Mittlerweile denkt das Bistum darüber nach, seine Strukturen erneut zu ändern. Hintergrund sind auch der Priestermangel und die sinkende Zahl der Gläubigen. Es sollen neue, wesentlich größere Pfarreien gebildet werden. Der Prozess hat eben erst begonnen. Wie die neuen Einheiten aussehen könnten, ist bislang nicht bekannt. Derzeit finden erste Informationsgespräche statt. ks