Heike Beudert

"So kann sich das Stadtfest sehen lassen", sagt Bürgermeister Michael Kastl zum Programm der dreitägigen Großveranstaltung. Nach zweijähriger Corona-Zwangspause will die Stadt heuer wieder durchstarten. Und das Stadtfest steht auch auf sicheren Füßen, nachdem der Haupt- und Finanzausschuss den Etat trotz Teuerung zugestimmt hat.

Vom 8. bis 10. Juli steht die Stadt im Zeichen des Festes. Das Konzept orientiert sich an dem aus den Vorjahren, so Kilian Düring, Kreativkraft für Stadtmarketing und Tourismus der Stadt. Neuerungen sind am Samstagnachmittag ein Kinderprogramm, das einerseits die städtische Musikschule einbezieht, andererseits Aktivitäten zur Bewegungsförderung und Zauberer bietet. Ein musikalisches Programm mit Festbewirtung gibt es an allen drei Tagen sowohl am Anger, als auch im Innenhof des Deutschordensschlosses. Erstmals wird es auch am Sonntagabend einen musikalischen Ausklang geben, kündigt Kilian Düring an. Neben dem Festbetrieb gehören wieder der Kapitelsmarkt in der Veit-Stoß-Straße und am Marktplatz sowie der Trödelmarkt rund um die Finstere Gasse zum Stadtfest, das ja auch unter dem Titel "Musik und Märkte", läuft.

Die Finanzierung steht, so Kilian Düring. Die Stadträte des Haupt- und Finanzausschusses befürworteten das Programm, obgleich eine Kostensteigerung im Vergleich zur ursprünglichen Etatplanung entsteht. So wird die Stadt die Defizitabdeckung fürs Fest von geplanten 25.000 auf 29.000 Euro erhöhen. "Wir wollen das Stadtfest beibehalten", erklärte Stadtrat Arno Schlembach. "Ich bin froh, dass wir wieder was machen", stellte 2. Bürgermeister Andreas Trägner fest. Stadtrat Johannes Wolf begrüßte das erweiterte Kinderprogramm.

Die Corona-Pandemie bricht mit alten Gepflogenheiten. Das betrifft sogar die Sitzungszeiten des Stadtrates. Geht es nach der Mehrheit der Mitglieder im Finanz- und Hauptausschuss, wird der Sitzungsbeginn dauerhaft früher sein. Jahrzehntelang war Sitzungsbeginn um 19 Uhr. Seit der Pandemie ist es 18 Uhr. Jetzt gibt es eine Empfehlung an den Stadtrat für 18.30 Uhr. Diese Uhrzeit ist ein Kompromissvorschlag der Grünen-Fraktion. Denn einigen Stadträten war 18 Uhr zu früh, anderen 19 Uhr zu spät.